Einführung
1. Installation
- 1.1 Hinweise zur Installation
- 1.2 Schalter überprüfen und einstellen
- 1.3 Installation
- 1.4 Verkabelung
- 1.5 Lastgrenzen
- 1.6 Erdung
2. Standardkonfiguration
- 2.1 Überblick über die Konfiguration
- 2.2 Konfiguration
- 2.3 Konfiguration der Geräteausgänge
- 2.4 Informationen zum LCD-Display
- 2.5 Geräteinformationen
- 2.6 Messkreistest
- 2.7 Geräteneustart und Gerätekonfiguration zurücksetzen)
3. Diagnosekonfiguration
- 3.1 Übersicht über die Diagnose
- 3.2 Messschutz für Widerstandsthermometer
- 3.3 Thermoelement-Verschleißdiagnose
- 3.4 Hot Backup
- 3.5 Sensor-Driftwarnung
- 3,6 Messkreisintegrität
- 3.7 Prozesswarnungen
4. Betrieb und Wartung
5. Fehlersuche und -beseitigung
6. Rosemount X-well-Technologie
- 6.1 Verkabelung der Rosemount X-well Technologie
- 6.2 Installation der Rosemount X-well-Technologie
- 6.3 Konfigurieren der Rosemount X-well-Technologie
- 6.4 Kalibrieren der Rosemount X-well-Technologie
- 6.5 X-well Technologie - Störungsanalyse und -beseitigung
7. Sicherheitsgerichtete Systeminstrumentierung (SIS)
Einführung
Merkmale und Vorteile
Verbesserte Benutzerfreundlichkeit
- Dank Bluetooth® Konnektivität, Konfiguration, Wartung und Fehlerbehebung mit einer Geschwindigkeit, die bis zu 10-mal schneller ist als bei herkömmlichen HART®-Verbindungen.
- Schnellservicetasten bieten übersichtliche Menüs und integrierte Konfigurationsmöglichkeiten, sodass Sie das Gerät schnell in Betrieb nehmen können.
- Die ReadyConnect™ Technologie ermöglicht die Sensorkonfiguration per Knopfdruck, wobei Sensortyp, Anzahl der Leiter und Callendar-Van Dusen-Koeffizienten automatisch erkannt werden. So sparen Sie Zeit bei der Konfiguration und Inbetriebnahme und liefern die größtmögliche Genauigkeit.
Vollständige Diagnosen vom Sensor bis zur Messwarte
- Identifizieren Sie Probleme, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen oder die Sicherheit gefährden – mit einer vollständigen Diagnoseabdeckung von Ihrem Temperatursensor bis zu Ihrer Leitwarte mit Sensorzustandsdiagnose, Doppeleingangsfunktionen und kontinuierlicher Überwachung des elektrischen Messkreises.
- Die Messkreisintegritätsdiagnose überwacht kontinuierlich den Messkreis, um Probleme zu erkennen, die sich auf das Kommunikationssignal auswirken. Sie alarmieren Sie bei Korrosion, Wasser im Gehäuse oder einer instabilen Spannungsversorgung.
- RTD Measurement Protection wechselt nahtlos von einem 4-Leiter- zu einem 3-Leiter-RTD-Sensoreingang, wenn eine der vier Sensorleitungen vom Sensorelement bis zu den Anschlussklemmen des Messumformers defekt, korrodiert oder locker wird. Die Messung wird ohne Prozessunterbrechung beibehalten und ein Wartungsalarm wird ausgegeben.
- Das Diagnoseprotokoll speichert bis zu 100 Ereignisse und ermöglicht rückblickend Einblicke in den Gerätezustand.
- Verbessern Sie die Transparenz Ihrer Betriebsabläufe mit der Prozessalarm-Funktion, die eine variable dynamische Verfolgung innerhalb der Alarm Grenzwerte ermöglicht.
Zurücksetzen der Messerwartungen mit Ultra Performance Class
- Regelung näher an Ihrem Sollwert mit einer Genauigkeit von 0,05 °C.
- Verlängern Sie die Kalibrierintervalle auf Grundlage einer garantierten 20-Jahres-Stabilität.
- Vertrauen Sie auf die Zuverlässigkeit der Messung mit 20-jähriger eingeschränkter Garantie.
- Genaueste Messungen dank Doppelsensor mit 4-adrigem Dualeingang.
Mit der Rosemount X-well™ Technologie beseitigen Sie Schutzrohrprobleme
- Diese berührungslose Lösung bietet genaue und zuverlässige Messung der Prozesstemperatur in Anwendungen bis zu 650 °C (1202 °F).
- Die Möglichkeit der abgesetzten Montage bietet Installationsflexibilität.
- Die Konfiguration mit einem Einzelmodell reduziert die Spezifikationskomplexität erheblich.
3144S Versionen
Diese Tabelle zeigt die NAMUR NE53 Hardware- und Softwareversionen für Produkte mit der eingebauten 3144S HART® Funktionsplatine
Diese digitale Betriebsanleitung ist eine gekürzte Version der vollständigen Betriebsanleitung, die durch Klicken auf die Schaltfläche „PDF anzeigen“ oben auf der Seite zu finden ist. Lesen Sie vor der Installation die gesamte Betriebsanleitung bzgl. aller Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise.
1. Installation
1.1 Hinweise zur Installation
Allgemeine Informationen
Elektrische Temperatursensoren wie Widerstandsthermometer und Thermoelemente(T/C) erzeugen schwache Signale, die proportional zu der von ihnen gemessenen Temperatur sind. Der Temperaturmessumformer Rosemount 3144S konvertiert diese schwachen Signale in digitale Informationen und überträgt die Signale über zwei Spannungs-/Signalleitungen und HART® an das Steuerungssystem.
Der Messumformer darf nur von Fachpersonal installiert werden. Neben den in diesem Dokument beschriebenen standardmäßigen Installationsverfahren sind keine speziellen Installationsanforderungen zu beachten. Installieren Sie die Verkleidungen des Elektronikgehäuses stets so, dass Metall auf Metall aufliegt, damit eine ordnungsgemäße Abdichtung gewährleistet ist.
Der Messumformer nimmt Kabelschutzrohrverschraubungen mit Außengewinde mit 1/2-14 NPT oder M20 x 1,5 (CM20) auf. Sie können die optionalen Montagehalterungen verwenden, um den Messumformer an einer planen Oberfläche (unter Verwendung der L-Montagehalterung, Optionscode B5 oder BH) oder einem Rohr mit 51 mm (2 Zoll) Durchmesser (unter Verwendung der U-Montagehalterung, Optionscode B4 oder BE) zu montieren.
Der Messumformer muss bei starken Vibrationen ggf. zusätzlich abgestützt werden, insbesondere dann, wenn er zusammen mit langen Schutzrohrverlängerungen oder Verlängerungsnippeln zum Einsatz kommt. Bei starken Vibrationen empfiehlt Emerson senkrechte Rohrmontage mit einem der optionalen Montagewinkel.
warning
Betreten
Unbefugtes Personal kann möglicherweise erhebliche Schäden und/oder Fehlkonfigurationen an den Geräten des Endbenutzers verursachen. Dies kann vorsätzlich oder unbeabsichtigt geschehen und man muss die Geräte entsprechend schützen.
Die physische Sicherheit ist ein wichtiger Bestandteil jedes Sicherheitsprogramms und eine grundlegendes Element für den Schutz Ihres Systems. Beschränken Sie den physischen Zugriff durch unbefugte Personen, um die Assets der Endbenutzer zu schützen. Dies gilt für alle Systeme, die innerhalb der Anlage verwendet werden.
Softwarekompatibilität
Prüfen Sie, ob der neueste Gerätetreiber (DD) auf den Systemen geladen ist, damit eine einwandfreie Kommunikation sichergestellt ist.
Besuchen Sie Software und Treiber, um einen neuen DD herunterzuladen.
Temperatureinfluss
Der Messumformer arbeitet gemäß den Spezifikationen bei Umgebungstemperaturen zwischen –40 und ca. 185 °C (–40 und ca. 185 °F). Die Prozesswärme wird vom Schutzrohr zum Gehäuse des Messumformers geleitet. Wenn die erwartete Prozesstemperatur nahe an oder über den spezifizierten Grenzen des Messumformers liegt, sollten Sie den Einsatz eines zusätzlichen Schutzrohrs und einer Verlängerung oder die externe Montage des Messumformers erwägen, um ihn vom Prozess zu isolieren. Die Abbildung rechts zeigt die Beziehung zwischen dem Anstieg der Gehäusetemperatur und Länge der Verlängerung.
A. Anstieg der Gehäusetemperatur über die Umgebungstemperatur: °C (°F)
B. Verlängerung (Zoll)
C. 815 °C (1 500 °F) Ofentemperatur
D. 540 °C (1 004 °F) Ofentemperatur
E. 250 °C (482 °F) Ofentemperatur
Beispiel
Der maximal zulässige Anstieg der Gehäusetemperatur (T) kann berechnet werden, indem die max. Umgebungstemperatur (A) von der Spezifikationsgrenze (S) der Umgebungstemperatur des Messumformers abgezogen wird. Wenn zum Beispiel A = 40 °C.
T = S – A
T = 85 °C – 40 °C
T = 45 °C
Für eine Prozesstemperatur von 1004 °F (+540 °C) entspricht eine Länge der Verlängerung von 3,6 in. (91 mm) resultiert in einem Anstieg der Gehäusetemperatur (R) um 22 °C (40 °F), was eine Sicherheitsspanne von 23 °C (41 °F) ergibt. Eine Verlängerung von 152 mm (6 Zoll) (R = 18 °C [10 °F]) sorgt füe einen größeren Sicherheitsbereich (63 °C [35 °F]) und reduziert temperaturbedingte Fehler, würde aber vermutlich eine zusätzliche Abstützung des Messumformers erfordern. Die Anforderungen für einzelne Anwendungen können anhand dieses Maßstabs abgeschätzt werden. Bei Verwendung eines Schutzrohrs mit Isolierung können Sie die Verlängerung um die Länge der Isolierung reduzieren.
Feuchte oder korrosive Umgebungen
Der Rosemount 3144S Messumformer hat ein hochzuverlässiges, feuchte- und korrosionsbeständiges Zweikammergehäuse. Das abgedichtete Elektronikmodul befindet sich in einer Kammer, die von der Anschlussklemmenseite mit den Leitungseinführungen isoliert ist. O-Ringe schützen das Innere des Gehäuses, wenn die Deckel ordnungsgemäß installiert sind. In feuchten Umgebungen kann es jedoch vorkommen, dass sich Feuchtigkeit in den Kabelschutzrohren ansammelt und in das Gehäuse eindringt.
Standort und Lage
Bei der Auswahl von Einbauort und Einbaulage darauf achten, wie Sie den Messumformer erreichen.
note
Die Kammer mit den Anschlussklemmen könnte mit Wasser volllaufen, wenn der Messumformer an einer niedrigen Stelle im Kabelschutzrohr montiert wird. Den Messumformer nach Möglichkeit an einer erhöhten Stelle im Kabelschutzrohr montieren, damit keine Feuchtigkeit aus den Kabelschutzrohren in das Gehäuse eindringen kann.
Stellen Sie sicher, dass der Einbauort des Messumformers Ihnen Zugang zu den Anschlussklemmen und der Elektronik ermöglicht und ausreichend Freiraum für die Demontage der Verkleidung bleibt. Für die Montage des Digitaldisplays wird mehr Platz auf der Platine benötigt.
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Jeder Messumformer ist mit einem Typenschild versehen, das die Produktzulassungen angibt. Installieren Sie den Messumformer unter Beachtung der geltenden Installationsvorschriften sowie der Zulassungs- und Installationszeichnungen. Sicherstellen, dass die Prozessatmosphäre des Messumformers den Ex-Zulassungen entspricht. Ist ein Gerät installiert, das mit mehreren Zulassungen gekennzeichnet ist, darf es nicht erneut mit anderen Zulassungstypen installiert werden. Um dies sicherzustellen, geben Sie auf dem Typenschild dauerhaft die verwendete Schutzart an.
1.2 Schalter überprüfen und einstellen
Messkreis auf „Manuell“ setzen
Schalten sie den Prozessmesskreis vor dem Senden oder Abrufen von Daten, die den Messkreis stören oder den Ausgang des Messumformers verändern können, auf Handbetrieb um. Der Feldkommunikator oder AMS Device Manager fordert Sie auf, den Messkreis auf „Manuell“ umzuschalten. Durch Bestätigen dieser Aufforderung stellen Sie den Messkreis nicht automatisch auf „Manuell“ um. Sie dient lediglich als Erinnerung, dass der Messkreis mit einer separaten Maßnahme auf „Manuell“ umgeschaltet werden muss.
A. Alarmschalter
B. Sicherheitsschalter
Schreibschutzschalter
Der Messumformer ist mit einem Schreibschutz-/Sicherheitsschalter ausgerüstet, der so eingestellt werden kann, dass unbeabsichtigte oder beabsichtigte Änderungen der Konfigurationsdaten ausgescshlossen sind. Dieser Schalter wird im obigen Bild auf der rechten Seite dargestellt.
Alarmschalter
Eine automatische Diagnoseroutine überwacht den Messumformer während des normalen Betriebs. Falls die Diagnoseroutine einen Sensorfehler oder eine Störung der Elektronik erkennt, wechselt der Messumformer in einen Alarmzustand (je nach Einstellung des Sicherheitsschalters für den Alarmmodus auf Hoch oder Niedrig). Die vom Messumformer verwendeten Werte für Analogalarm und Sättigung hängen davon ab, ob er auf Standard- oder NAMUR-Betrieb eingestellt wurde. Auch diese Werte können ab Werk oder am Einsatzort auf Kundenwerte konfiguriert werden. Dieser Schalter wird in der obigen Abbildung auf der linken Seite dargestellt. Die Grenzwerte sind:
- 20,2 ≤ I ≤ 23,0 für Hochalarm
- 20,1 ≤ I ≤ 22,9 für hohe Sättigung
- 3,67 ≤ I ≤ 3,90 für niedrige Sättigung
- 3,57 ≤ I ≤ 3,80 für Niedrigalarm
1.3 Installation
Verfahren
1. Das Schutzrohr an der Prozessbehälterwand montieren.
2. Die Schutzrohre anbringen und festziehen.
3. Eine Leckprüfung durchführen.
4. Alle erforderlichen Verbindungsstücke, Kupplungen und Verlängerungsnippel befestigen. Das Nippelgewinde (nach Bedarf) mit einem zugelassenen Gewindedichtmittel wie z. B. Silikon oder PTFE-Band abdichten.
5. Den Sensor (und den Messumformer, falls werkseitig montiert) in das Schutzrohr oder direkt in den Prozess schrauben (je nach Installationsanforderungen).
6. Alle Dichtungsanforderungen verifizieren.
7. Den Messumformer am Schutzrohr/Sensor befestigen (sofern nicht werkseitig montiert). Alle Gewinde (nach Bedarf) mit einem zugelassenen Gewindedichtmittel wie z. B. Silikon oder PTFE-Band abdichten.
8. Das Kabelschutzrohr für die Feldverdrahtung an der offenen Leitungseinführung des Messumformers (für externe Montage) installieren und die Adern in das Messumformergehäuse einführen.
9. Die Feldanschlusskabel in die Klemmenseite des Gehäuses ziehen.
10. Die Sensorkabel an die Sensoranschlussklemmen des Messumformers anschließen. Das Anschlussschema ist auf dem Anschlussklemmenblock zu finden. Für Verdrahtungsanweisungen siehe Abschnitt 1.4.
1.4 Verkabelung
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Nicht abgeschirmte Signalleitungen dürfen nicht zusammen mit Stromleitungen in Kabelkanälen oder in der Nähe von großen Elektroanlagen verlegt werden, da an den Leitungen Hochspannung anliegt und somit ein elektrischer Schlag verursacht werden kann.
note
Keine hohe Spannung (z. B. Wechselspannung) an den Strom- oder Sensoranschlussklemmen anlegen. Die Hochspannung kann das Gerät beschädigen.
Feldverdrahtung
Für den Betrieb des Messumformers ist eine externe Spannungsversorgung erforderlich. Die Spannungsversorgung für den Messumformer erfolgt über die Signalleitungen. Die Signalleitungen müssen zwar nicht abgeschirmt werden, aber um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte eine Leitung mit paarweise verdrillten Adern verwendet werden.
Verfahren
1. Die Verkleidungen des Messumformers entfernen. In Ex-Bereichen dürfen die Verkleidungen der Messumformer nur im spannungslosen Zustand enetfernt werden.
2. Die Plusader an die mit „+“ und die Minusader an die mit „–“ gekennzeichnete Klemme anschließen; siehe Abbildung rechts. Zur Verdrahtung von Schraubanschlussklemmen werden gekrimpte Kabelschuhe empfohlen.
3. Die Klemmenschrauben anziehen, um guten Kontakt sicherzustellen.
4. Die Verkleidungen des Messumformergehäuses wieder anbringen und sicherstellen, dass beide Gehäuseverkleidungen fest genug sitzen, um die Ex-Schutz-Anforderungen zu erfüllen.
A. Sensoranschlussklemmen (1–8).
B. Einspeiseklemmen
C. Erdung
Spannungs-/Messkreisanschlüsse
Kupferdraht mit einem ausreichenden Querschnitt verwenden, um sicherzustellen, dass die Spannung an den Anschlussklemmen der Spannung des Messumformers nicht unter 11,5 VDC für Classic-Performance und 16,7 VDC für Ultra-Performance absinkt.
1. Schließen Sie die Stromsignalleitungen wie in der Abbildung oben dargestellt an.
2. Polarität und Anschlüsse erneut prüfen.
3. Spannungsversorgung einschalten.
note
Schließen Sie die spannungsführenden Signalleitungen nicht an die Testklemmen an. Die Spannung, die an den Spannungs-/Signalleitungen anliegt, kann die in die Testklemme eingebaute Verpolungsschutzdiode dauerhaft beschädigen.
note
Der Signalleiter kann an beliebiger Stelle geerdet werden oder ungeerdet bleiben.
note
Die AMS Device Manager Software oder ein Feldkommunikator kann an jedem Abschlusspunkt des Messkreises angeschlossen werden. Für eine fehlerfreie Kommunikation muss eine Bürde von 250 bis 1100 Ohm im Messkreis vorhanden sein.
Anschlussschemata sind auf dem Anschlussklemmenblock zu finden. Anschlussklemmen 1-4 entsprechen Messung 1 und die Anschlussklemmen 5-8 entsprechen Messung 2. Siehe Abschnitt 6.1 bzgl. Informationen zur X-well Verdrahtung.
1. Zweiadriges Widerstandsthermometer & Ohm
2. Dreiadriges Widerstandsthermometer & Ohm
3. Vieradriges Widerstandsthermometer & Ohm
4. Thermoelemente und mV
1.5 Lastgrenzen
Die erforderliche Spannung an den Messumformer-Einspeiseklemmen ist abhängig von der Bürde des Messkreises und der Produktleistungsklasse (wie im Modellcode angegeben).
Der Eingangsspannungsbereich beträgt 11,5 bis 42,4 VDC für Classic Performance (siehe obere Grafik rechts). Für die Ultra-Performance beträgt der Eingangsspannungsbereich 16,7 bis 42,4 VDC (siehe untere Grafik rechts).
Die Kombinationen aus Versorgungsspannung und Gesamtmesskreiswiderstand müssen innerhalb der in den Abbildungen dargestellten Betriebsbereiche liegen. Für eine zuverlässige HART®-Kommunikation ist ein Widerstand von mindestens 250 Ohm im Messkreis erforderlich.
Lastleitung 1: Versorgungsspannung = (Messkreiswiderstand * 0,0236) + 11,5 V
Lastleitung 2: Versorgungsspannung = (Messkreiswiderstand * 0,0016) + 16,7 V
note
Spannungsspitzen und Überspannung
Der Messumformer widersteht gewöhnlich elektrischen Überspannungen, die dem Energieniveau von statischen Entladungen oder induktivem Schalten entsprechen. Allerdings können Hochspannungsspitzen, die z. B. von Blitzschlägen in der Verkabelung induziert werden, sowohl den Messumformer als auch den Sensor beschädigen.
Der Anschlussklemmenblock mit integriertem Überspannungsschutz (Optionscode T1) schützt vor solchen Hochspannungsspitzen. Der Anschlussklemmenblock mit integriertem Überspannungsschutz ist als Option bestellbar.
1.6 Erdung
Jede Prozessinstallation stellt unterschiedliche Anforderungen an die Erdung. Nutzen Sie am Einbauort die für den jeweiligen Sensortyp empfohlenen Erdungsvarianten oder beginnen Sie mit Variante 1 (der häufigsten).
Sensorabschirmung
Der durch elektromagnetische Störungen in den Leitern induzierte Strom kann durch Abschirmung reduziert werden. Abschirmung leitet den Strom zur Erde und weg von Kabeln und Elektronik. Wenn die Enden der Abschirmungen ausreichend geerdet sind, fließt nur wenig Strom in den Messumformer.
Wenn die Enden der Abschirmung ungeerdet bleiben, wird zwischen Abschirmung und Messumformergehäuse und auch zwischen Abschirmung und Erde am Element eine Spannung erzeugt. Der Messumformer kann diese Spannung möglicherweise nicht kompensieren, was dazu führt, dass die Kommunikation abbricht und/oder ein Alarm ausgelöst wird. Anstatt dass die Abschirmung den Strom vom Messumformer wegführt, fließt der Strom jetzt durch die Sensorleitungen in die Messumformer Elektronikseite, wo er den Betrieb des Schaltkreises stört.
Emerson empfiehlt diese Option für ungeerdete Messumformergehäuse.
A: Gehäuse des externen
Sensors B:
Sensor C: Messumformer D: Erdungspunkte der Abschirmung E: Prozessleitsystem (DCS)
Verfahren
1. Die Abschirmung der Signalleitungen mit der Abschirmung der Sensorverdrahtung verbinden.
2. Sicherstellen, dass die beiden Abschirmungen fest verbunden und vom Messumformergehäuse elektrisch isoliert sind.
3. Die Abschirmung nur auf der Seite der Spannungsversorgung erden.
4. Sicherstellen, dass die Abschirmung am Sensor elektrisch von den umliegenden Geräten isoliert ist, die geerdet sein können.
5. Die Abschirmungen elektrisch vom Messumformer isoliert verbinden.
2. Standardkonfiguration
2.1 Überblick über die Konfiguration
Dieser Abschnitt enthält Informationen zur Inbetriebnahme und zu Arbeiten, die vor der Installation vorgenommen werden müssen. Außerdem sind Informationen zu Arbeiten enthalten, die nach der Installation durchgeführt werden müssen. Dieser Abschnitt enthält außerdem Anweisungen zur Konfiguration mit beliebigen Kommunikationsgerätenm, darunter:
- Kommunikationsgerät AMS Trex
- HART® Host, wie z. B. AMS Device Manager
- AMS Device Configurator Bluetooth-App®
- Schnellservicetasten
2.1.1 Konfigurieren mit einem Kommunikationsgerät
Weitere detaillierte Informationen zu AMS Trex finden Sie unter AMS Trex Device Communicator. Damit der komplette Funktionsumfang genutzt werden kann, ist es wichtig, dass die neuesten Gerätebeschreibungen (DDs) in das Kommunikationsgerät geladen sind.
2.1.2 Konfiguration und Verwendung von AMS Device Manager
Weitere Informationen zum AMS Device Manager erhalten Sie auf der Produktseite für AMS Device Manager. Damit der komplette Funktionsumfang genutzt werden kann, ist es wichtig, dass die neuesten Gerätebeschreibungen (DDs) in AMS Device Manager geladen sind.
2.1.3 Konfigurieren mit der AMS Device Configurator Bluetooth®-App
Weitere detaillierte Informationen zur AMS Device Configurator Bluetooth-App finden Sie unter Konfiguration über kabellose Bluetooth®-Technologie.
2.1.4 Konfigurieren mit den Schnellservice-Tasten
Sie können die Schnellservice-Tasten für die folgenden Konfigurations- und Wartungsaufgaben verwenden:
- Konfiguration anzeigen zeigt die aktuelle Gerätekonfiguration an.
- ReadyConnect Technologie erkennt den Sensortyp, die Anzahl der Sensordrähte und Callendar-Van Dusen Koeffizienten eines angeschlossenen Rosemount 214C ReadyConnect fähigen Temperatursensors. Mit einem Knopfdruck im Menü „Schnellservicetasten“ aktualisiert der Messumformer automatisch die Sensordetails und ermöglicht so eine schnelle, einfache und fehlerfreie Konfiguration
- Sensorkonfiguration bietet die Möglichkeit, Temperatursensorparameter lokal im Messumformer zu konfigurieren, um genaue Messungen zu gewährleisten.
- Messkreistestüberprüft, ob der 4-20 mA Messkreis korrekt funktioniert. Dies ist eine häufige Aufgabe, die vor der Inbetriebnahme des Messumformers ausgeführt wird.
- Display drehen ermöglicht das Drehen des Displays des Messumformers in Schritten von 90°, die die ordnungsgemäße Ausrichtung des Displays gewährleisten.

Die Schnellservicetasten befinden sich auf dem LCD-Display. Der Gehäusedeckel muss entfernt werden, um Zugriff auf die Schnellservicetasten zu haben. Beide Tasten 3 Sekunden lang gedrückt halten, um das Menü "Schnellservicetasten" aufzurufen. Die Anordnung der Tasten ist in der Abbildung rechts dargestellt.

2.2 Konfiguration
Für den Betrieb des Messumformers müssen bestimmte Basisvariablen konfiguriert sein. In vielen Fällen übernimmt Emerson die werkseitige Konfiguration dieser Variablen. Der Anwender muss den Messumformer möglicherweise konfigurieren, wenn er die Konfigurationsvariablen ändern möchte. Eine Liste der werkseitigen Variableneinstellungen finden Sie im PDF-Handbuch. Sie müssen den Messumformer möglicherweise konfigurieren, um die Konfigurationsvariablen zu ändern.
Vor der Inbetriebnahme des Messumformers in der aktuellen Installation sind alle im Werk eingestellten Konfigurationsdaten zu prüfen, um sicherzustellen, dass sie zur aktuellen Anwendung passen. Um diese Parameter zu prüfen:
1. Wechseln Sie zu Geräteeinstellungen → Einrichtungsübersicht
2. Hierauf werden Geräte- und Sicherheitsinformationen, Details zu Messung 1 und Messung 2, Alarm- und Sättigungswerte sowie aktuelle Geräteausgangsinformationen (Primärvariable und Dämpfung) angezeigt.
Einrichtungsübersicht ermöglicht es Anwendern, alle grundlegenden Einrichtungsfunktionen auszuführen, ohne auf mehrere Bildschirme und Menüs in der Benutzeroberfläche zugreifen zu müssen. Alle grundlegenden Informationen zur Gerätekonfiguration befinden sich an einer zentralen Stelle. Dies bedeutet, dass ein Anwender für einfache Konfigurationsanwendungen möglicherweise nur diesen einen Bildschirm aufrufen muss, um ein funktionstüchtiges Gerät zu erhalten.
Um die Konfiguration mit den Schnellservicetasten zu prüfen:
1. Suchen Sie die Schnellservice-Tasten.
2. Halten Sie beide Tasten 3 Sekunden lang gedrückt, bis das Menü erscheint.
3. Navigieren Sie mithilfe der Schaltflächen zum Bildschirm Konfiguration anzeigen.
4. Wählen Sie Weiter aus, um durch die Bildschirme zu navigieren und die Parameter anzuzeigen.
5. Wählen Sie Fertig aus, um zum Hauptmenü zurückzukehren.

Die kabellose Bluetooth®-Technologie ermöglicht eine schnellere Inbetriebnahme und benutzerfreundlichere Funktion. So stellen Sie eine Verbindung zum Gerät mit Bluetooth-Technologie her:
1. Starten Sie den AMS Device Configurator. Siehe AMS Device Configurator für Emerson Vor-Ort-Geräte.
2. Wählen Sie das Gerät aus, mit dem Sie eine Verbindung herstellen möchten.
3. Geben Sie beim ersten Anschluss den Schlüssel für das ausgewählte Gerät ein. Siehe Abbildung unten.
4. Wählen Sie oben links das Menüsymbol aus, um zum gewünschten Gerätemenü zu navigieren.
Die UID (Unique Identifier) ist die Identifikationsnummer, die für das Bluetooth-Funkgerät auf dem Gerät eindeutig ist. Die UID wird bekannt gegeben, wenn die Bluetooth-Funktionalität auf der Ausgangsplatine aktiviert ist. Der Schlüssel ist der erforderliche Hauptschlüssel für den Zugriff auf das Gerät. Die Informationen sind nur auf den Kennzeichnungen verfügbar, die sich wie in der obigen Abbildung gezeigt befinden. Emerson behält keine Kopien dieser Informationen.
Sie finden die UID und den Schlüssel an den folgenden Orten:
- Am Gerät angebrachtes Einweg-Papierschild
- Aufkleber im Innern der Verkleidung des Anschlussklemmenblocks
- Aufkleber auf dem Anzeigegerät
Bluetooth wird ab Werk konfiguriert. Bluetooth-Kommunikation deaktivieren:
- Wechseln Sie zu Geräteeinstellungen → Kommunikation → Bluetooth
- Unter Radio wählen Sie zuerst das Dropdown-Menü und dann Deaktivieren
- Zum erneuten Aktivieren wählen Sie das Dropdown-Menü und wählen Sie dann Aktivieren
Jeder Sensor muss ordnungsgemäß für den richtigen Sensortyp und -anschluss konfiguriert werden, um die größtmögliche Genauigkeit zu gewährleisten. Um den Sensortyp, den Anschluss oder die Einheiten zu ändern:
- Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Einrichtungsüberblick
- UnterMessung 1oderMessung 2werden Sensortyp, Anschluss und Einheiten angezeigt
- Zum Ändern von Sensortyp, Anschluss oder Einheiten aktivieren Sie zuerst das Dropdown-Menü für die zu ändernden Parameter und wählen dann den neuen Wert aus.
Folgende Sensortypen und Anschlüsse sind verfügbar:
- 2-, 3- oder 4-Leiter-Widerstandthermometer Pt100, Pt200, Pt500, Pt1000 (Platin) (α = 0,00385 Ω/°C)
- Zwei-, drei oder vieradrige Widerstandsthermometer Pt 100 (Platinum) (α = 0,00385 Ω/Ω/°C) mit Callendar-Van Dusen
- 2-, 3- oder 4-Leiter-Widerstandthermometer Pt100, Pt200 (Platin) (α = 0,003916 Ω/°C)
- 2-, 3- oder 4-Leiter-Widerstandthermometer Pt50, Pt100 (Platin) (α = 0,00391 Ω/°C)
- 2-, 3- oder 4-Leiter-Widerstandsthermometer Ni120 (Nickel)
- 2-, 3- oder 4-adrige Widerstandsthermometer aus Cu 50, Cu 100 (Kupfer) (α = 0,00426 Ω/Ω/°C)
- 2-, 3- oder 4-Leiter-Widerstandsthermometer Cu 50, Cu 100 (Kupfer) (α = 0,00428 Ω/Ω/°C)
- 2-, 3- oder 4-Leiter-Widerstandsthermometer Cu10 (Kupfer)
- IEC/NIST Typ B, E, J, K, N, R, S, T Thermoelemente
- DIN Typ L, U Thermoelemente
- ASTM Typ W5Re/W26Re Thermoelement
- GOST Typ L Thermoelemente
- –10 bis 100 Millivolt
- 2-, 3- und 4-Leiter 0 bis 2000 Ohm
- Rosemount X-well: Standard- und erweiterte Reichweite
Informationen über Temperatursensoren, Schutzrohre und Montagezubehör, die von Emerson lieferbar sind, erhalten Sie von einem Emerson Geschäftspartner.
Der Messumformerausgang kann auf eine der folgenden physikalischen Einheiten eingestellt werden:
- Grad Celsius
- Grad Fahrenheit
- Grad Rankine
- Kelvin
- Ohm
- Millivolt
So konfigurieren Sie einen Sensor mit den Schnellservicetasten:
note
In diesem Menü können nur bestimmte Sensortypen konfiguriert werden.
1. Suchen Sie die Schnellservice-Tasten.
2. Halten Sie beide Tasten 3 Sekunden lang gedrückt, bis das Menü erscheint.
3. Verwenden Sie die Tasten um zum Bildschirm Sensorkonfiguration zu navigieren.
- In diesem Menü sind als Sensortypen sind Pt100-Widerstandsthermometer (a = 385) und Thermoelemente vom Typ J, K, E und T verfügbar
4. Die Anweisungen befolgen, um den gewünschten Sensor zu konfigurieren. Auswählen Erledigt Nach Abschluss dieses Vorgangs kehren Sie zum Hauptmenü zurück.
2.3 Konfiguration der Geräteausgänge
Die Konfiguration des Geräteausgangs umfasst Optionen für PV Messbereichswerte, Alarm und Sättigung, HART-Ausgang und LCD-Display. Der Anwender kann Messanfang und Messende des Messumformers mit Hilfe der Grenzen für die erwarteten Messwerte einstellen. Die vorgesehene Messspanne wird definiert durch den Messanfang (LRV) und das Messende (URV). Die Messbereichswerte des Messumformers können so oft wie nötig zurückgesetzt werden, um sie an die jeweiligen Prozessbedingungen anzupassen. So ändern Sie eine der Bereichsgrenzen:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Einrichtungsübersicht
2. Wählen Sie unter AusgangOberer oder Unterer Grenzwert aus und geben Sie den gewünschten Wert ein
Eine Neueinstellung des Messbereichs optimiert die Leistungsmerkmale des Messumformers, da der Messumformer optimale Genauigkeit erzielt, wenn er innerhalb des erwarteten Temperaturbereichs für die Anwendung betrieben wird.
Das Ändern der Neueinstellungswerte des Messumformers darf nicht mit dem Durchführen eines Sensorabgleichs verwechselt werden. Obwohl bei einer Neueinstellung wie bei einer konventionellen Kalibrierung ein Sensoreingang an einen 4–20 mA-Ausgang angepasst wird, hat dies keinen Einfluss auf die Interpretation des Eingangswertes durch den Messumformer.
Die Dämpfungsfunktion dient zum Ändern der Ansprechzeit des Messumformers, um Schwankungen der Ausgangswerte infolge von schnellen Veränderungen des Eingangs zu glätten.
Die entsprechende Dämpfungseinstellung wird basierend auf der erforderlichen Ansprechzeit, Signalstabilität und anderer Anforderungen der Messkreisdynamik des Systems ermittelt.
Bei Einstellung auf Null wird die Dämpfungsfunktion ausgeschaltet und der Ausgang des Messumformers reagiert so schnell auf Änderungen des Eingangs, wie es der Sensorunterbrechungs-Algorithmus erlaubt. Durch Erhöhen des Dämpfungswertes verlängert sich auch die Ansprechzeit des Messumformers.
Der Standard-Dämpfungswert ist 5 Sekunden, der maximal zulässige Dämpfungswert beträgt 60 Sekunden.
So stellen Sie einen Dämpfungswert ein:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang → Messung 1 oder 2. 2. Geben Sie unter Ausgang den gewünschten Dämpfungswert ein
Wenn Messung 1 oder Messung 2 die Primärvariable ist, ändern Sie die Dämpfung durch Wechseln zu Geräteeinstellungen → Einrichtungsübersicht → Ausgabe

2.4 Informationen zur LCD-Anzeige
Lokale LCD-Displays bieten Bedienern und Wartungspersonal Einblick in Echtzeit-Prozessbedingungen, Gerätestatus und Diagnosealarme am Messpunkt, ohne auf die Leitwarte zugreifen oder mit ihr kommunizieren zu müssen.
Der Rosemount 3144S bietet ein grafisches, hintergrundbeleuchtetes Display, das eine höhere Auflösung und bessere Sichtbarkeit bietet. Das grafische Display ermöglicht sowohl Mehrsprachigkeit als auch die Verwendung von Symbolen, einschließlich X-well und NE 107-Status.
Dieses Display zeigt kontinuierlich die Primärvariable an, und in einem sekundären Bereich werden zusätzliche Parameter ausgewählt. Die Einstellungen für das LCD-Display können geändert werden, um die erforderlichen Konfigurationsparameter zu berücksichtigen, wenn ein LCD-Display hinzugefügt oder der Messumformer neu konfiguriert wird.
Das LCD-Display enthält zwei Bereiche, um Einblick in die Prozessvariablen zu geben: den oberen Bereich, in dem immer die Primärvariable angezeigt wird, und den unteren Bereich, der zusätzlich ausgewählte Parameter durchläuft. Aktuelle Parameter anzeigen oder ändern:
- Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Display → Display
- Unter Zusätzliche Parameter sind die ausgewählten Parameter mit einem Häkchen markiert
- Zum Hinzufügen oder Entfernen von Parametern aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen daneben.
Zusätzliche Parameter enthalten Folgendes:
- Messung 1
- Messung 2
- Durchschnittstemperatur
- Temperaturdifferenz
- Messkreisstrom
- Messbereich in %
- Klemmentemperatur
- Alarmschalterstatus
- Sicherheitsstatus
- HART Lange Kennung
- Bluetooth-Status
2.5 Geräteinformationen
Der nachfolgende Abschnitt beschreibt die Informationsvariablen des Messumformers, einschließlich Gerätekennungen, werkseitige Konfigurationsvariablen und andere Informationen. Für jede Variable wird eine Beschreibung bereitgestellt. Die Seriennummer des Messumformers, der Modellcode und die Bluetooth-Funk-UID (falls zutreffend) werden ebenfalls in diesem Menü angezeigt. Geräte Informationen anzeigen:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Geräteinformationen → -Identifikation
Tag: Die Messstellenkennzeichnung ist die einfachste Möglichkeit zum Identifizieren und Unterscheiden von Messumformern in Prozessanwendungen mit mehreren Geräten. Diese Variable verwenden, um Messumformer entsprechend ihrer Anwendungsanforderungen elektronisch zu kennzeichnen. Die Messstellenkennzeichnung kann bis zu acht Zeichen lang sein und hat keinen Einfluss auf die Messwerte der Primärvariable des Messumformers.
Lange Kennung: ähnlich wie Tag, kann jedoch bis zu 32 Zeichen anstelle der acht Zeichen des normalen Tags enthalten.
Datum ist eine vom Anwender definierte Variable, die eine Möglichkeit zum Speichern des Datums der neuesten Version von Konfigurationsdaten bietet. Dies hat keinen Einfluss auf den Betrieb des Messumformers.
Die Beschreibung: stellt eine längere, vom Anwender definierbare elektronische Kennzeichnung bereit, mit deren Hilfe Messumformer detaillierter bezeichnet werden können als dies mit der Messstellenkennzeichnung möglich ist. Die Beschreibung kann bis zu 16 Zeichen lang sein und hat keinen Einfluss auf den Betrieb des Messumformers.
Nachricht ist das detaillierteste vom Anwender definierte Mittel zum Identifizieren einzelner Messumformer in Prozessanwendungen mit mehreren Geräten. Sie ermöglicht die Eingabe von 32 Zeichen für Informationen und wird zusammen mit den anderen Konfigurationsdaten gespeichert. Die Mitteilungsvariable hat keinen Einfluss auf den Betrieb des Messumformers.
2.6 Messkreistest
Der Befehl Messkreistest überprüft den Messumformerausgang, die korrekte Verdrahtung des Messkreises, ob der Messkreis geschlossen ist sowie die Betriebsbereitschaft anderer Geräte, die im Messkreis installiert sind. Den Messkreistest erst nach der Installation des Messumformers. Messkreistest durchführen:
1. Gehen Sie zu Diagnose → Simulation → Messkreistest
2. Wählen Sie den Pegel von Analogausgang aus und befolgen Sie die Bildschirmanweisungen.
Messkreistest mit den Schnellservicetasten durchführen:
1. Suchen Sie die Schnellservice-Tasten.
2. Halten Sie beide Tasten 3 Sekunden lang gedrückt, bis das Menü erscheint.
3. Verwenden Sie die Tasten, um zum Bildschirm Messkreistest zu navigieren.
4. Befolgen Sie die Anweisungen
5. Wählen Sie Fertig aus, um zum Hauptmenü zurückzukehren.
2.7 Geräteneustart und Gerätekonfiguration zurücksetzen
So starten Sie das Gerät neu oder setzen Konfigurationsparameter zurück:
1. Wechseln Sie zu Geräteeinstellungen → Wiederherstellen/Neustart
2. Wählen:
- Geräteneustart, um die Stromversorgung des Geräts zurückzusetzen und die aktuelle Gerätekonfiguration beizubehalten
- Zurücksetzen der Gerätekonfiguration, um Konfigurationsparameter zurückzusetzen, die sich auf den Analogausgang auswirken, und das Gerät neu zu starten
3. Diagnosekonfiguration
3.1 Übersicht über die Diagnose
Das Modell Rosemount 3144S bietet eine vollständige Abdeckung vom Temperatursensor bis zur Leitwarte mit Sensorzustandsdiagnose, Doppeleingang und kontinuierlicher Überwachung des Messkreises. Diese Funktionen tragen dazu bei, Probleme zu erkennen, bevor sie den Betrieb oder die Sicherheit beeinträchtigen.
3.1.1 RTD Measurement Protection
RTD Measurement Protection wechselt nahtlos von einem 4-Leiter- zu einem 3-Leiter-RTD-Sensoreingang, wenn eine der vier Sensorleitungen vom Sensorelement bis zu den Anschlussklemmen des Messumformers defekt, korrodiert oder locker wird. Die Messung wird ohne Prozessunterbrechung fortgeführt und ein Wartungsalarm wird ausgegeben.
3.1.2 Thermoelement-Verschleißdiagnose
Die Thermoelement-Verschleißdiagnose ermöglicht eine Echtzeit-Widerstandsüberwachung des Thermoelement-Sensormesskreises und warnt die Bediener bei Zuständen vor einer Drahtausdünnung, Sensorverschlechterung, eindringender Feuchtigkeit oder Korrosion.
Eine abgenutzte Sensor-/Sensorverkabelung kann zu Messwertdrift und ungenauen Messwerten führen. Indem Sie diese degradierten Zustände vor einem Ausfall identifizieren, können Sie Maßnahmen ergreifen, um Prozessausfallzeiten zu verhindern und sich davor zu schützen, Ihren Prozess auf der Grundlage falscher Werte und möglicher unsicherer Zustände zu regeln.
Nach dem Konfigurieren, wird die Thermoelement-Verschleißdiagnose mindestens einmal pro Sekunde ausgeführt und überwacht so den Widerstand des Thermoelementsensors. Wenn der Widerstand steigt, kann die Diagnose erkennen, wenn der Widerstand den Schwellenwert überschreitet. Wenn dies geschieht, gibt die Diagnose einen Alarm aus. Diese Funktion soll keine präzise Messung des Thermoelementzustands bietenn, sondern durch Trendbestimmung nur als allgemeiner Indikator für den Zustand des Thermoelements und des seines Messkreises gelten. Die Thermoelement-Verschleißdiagnose erkennt kurzgeschlossene Thermoelemente nicht.
3.1.3 Hot Backup Fähigkeit
Die Hot Backup-Funktionalität erfordert die Konfiguration von zwei Sensoren. Im Falle einer Störung des Primärsensors schaltet Hot Backup automatisch von einem ausgefallenen Sensor auf einen Backup-Sensor um, ohne das Analogausgangssignal zu beeinflussen. Wenn Hot Backup als Primärvariable konfiguriert ist, zeigt der Messumformer den Prozessalarm und den Temperaturwert vom Sekundärsensor an, damit der Analogausgang unterbrechungsfrei bleibt. Dies verbessert die Prozessverfügbarkeit, indem bei einem Ausfall des Primärsensors eine Unterbrechung der Prozesssteuerung vermieden wird
3.1.4 Sensordriftalarm
Der Sensordriftalarm erfordert eine Konfiguration mit zwei Eingängen und er kann sowohl bei Widerstandsthermometern als auch bei Thermoelementen eingesetzt werden. Er ermöglicht die Echtzeitüberwachung der Differenz der Temperaturmesswerte zwischen einem primären und einem sekundären Sensor.
Die Diagnose warnt Sie per HART®-Alarm oder Analogausgangsalarm, wenn die Differenz zwischen den Temperaturmesswerten eine benutzerdefinierte Schwelle überschreitet. Indem Sie einen driftenden Sensor identifizieren, bevor er ausfällt, können Sie Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass Sie stets mit den genauesten Temperaturmessungen arbeiten.
3.1.5 Messkreisintegrität
Die Messkreisintegritätsdiagnose erkennt Probleme, die den Zustand des Messkreises gefährden können. Zu diesen Problemen gehören u. a.:
- Wasser dringt in das Gehäuse mit den Kabelanschlüssen ein und kommt mit den Anschlussklemmen in Kontakt
- Eine instabile Spannungsversorgung nähert sich dem Ende ihrer Lebensdauer
- Starke Korrosion der Anschlussklemmen
Diese Technologie basiert auf der Voraussetzung, dass der Stromkreis nach der Installation und nach dem Einschalten des Messumformers eine Basiskennlinie aufweist, die auf eine ordnungsgemäße Installation hinweist. Wenn die Spannung an den Anschlussklemmen des Messumformers von dieser Basiskennlinie abweicht und außerhalb der von Anwender konfigurierten Schwellenwerte liegt, wird ein HART- oder Analogalarm ausgelöst.
3.1.6 Prozessalarme
Dank Prozesswarnungen kann der Messumformer für jede Gerätevariable eine konfigurierbare HART®-Nachricht ausgeben, wenn der konfigurierte Schwellenwert überschritten wird.
Sie können Prozessalarme für jede Gerätevariable setzen. Der Messumformer gibt einen Prozessalarm aus, wenn die überwachte Variable den benutzerdefinierten Grenzwert überschreitet. Die Warnung erscheint auf einem Field Communicator, dem Statusbildschirm des AMS Device Manager oder im LCD-Display. Die Warnung wird zurückgesetzt, sobald der Wert in den Bereich zurückkehrt.
Sie müssen die überwachte Variable nicht als Primärvariable einrichten, und Sie können jeden der beiden verfügbaren Prozessalarme so einstellen, dass sie bei Bedarf unterschiedliche Variablen überwachen. Sie können auch den Namen jedes Alarms anpassen.
Über die Funktionalität für Min/Max-Tracking können Sie sich jederzeit im Abschnitt „Prozesswarnungen“ informieren. Dies ist keine eigenständige Diagnosefunktion mehr.
3.2 RTD Measurement Protection
RTD Measurement Protection (vormals Ever Connect) ändert die Eingangskonfiguration eines vieradrigen Widerstandsthermometers automatisch in dreiadrig, wenn ein Draht gebrochen oder beschädigt ist, und verhindert so den Verlust eines Messpunkts, während ein Alarm ausgegeben wird.
Dieses Menü wird nur angezeigt, wenn es sich um ein vierdriges RTD handelt. Sobald der Sensor repariert wurde, setzt RTD Measurement Protection das Gerät automatisch auf ein 4-Leiter-RTD zurück. RTD Measurement Protection konfigurieren:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang → Messung 1 oder 2 → Ever Connect
Wählen Sie im Dropdown-Menü Konfiguration Ein aus.
RTD Measurement Protection deaktivieren:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang → Messung 1 oder 2 → Ever Connect
2. In der Konfiguration Dropdown-Menü, auswählen Aus.
Meldung des LCD-Displays
Der LCD-Display am Messumformer zeigt an: „Sensor 1 Möglicher Leiterverlust“ oder „Sensor 2 Möglicher Leiterverlust“.
DD-Meldung
Unter Prozessvariablen → Geräteübersicht → Status wird der Gerätestatus aufgelistet. Wenn beide Sensoren ordnungsgemäß arbeiten, wird als Status „Gut“ angezeigt. Wenn der RTD-Messschutz eine lose, gebrochene oder korrodierte Sensorleitung erkennt, wird als Status „Wartung erforderlich“ angezeigt. Wählen Sie die Schaltfläche Untersuchen aus, um weitere Details anzuzeigen, einschließlich empfohlener Maßnahmen zur Behebung des Problems. Für RTD Measurement Protection lautet dies: „Ever Connect hat einen möglichen gebrochenen oder beschädigten Draht an Sensor 1 erkannt“ oder „Ever Connect hat einen möglichen gebrochenen oder beschädigten Draht an Sensor 2 erkannt“.
3.3 Thermoelement-Verschleißdiagnose
Die Verschleißdiagnose für Thermoelemente zeigt den allgemeinen Betriebszustand der Thermoelemente an und signalisiert größere Veränderungen des Thermoelementzustands oder seines Messkreises.
Sobald der Sensor repariert wurde und der Widerstand im Messkreis des Sensors wieder unter den Schwellenwert zurückkehrt, wird die Verschleißdiagnose des Thermoelements automatisch zurückgesetzt.
Ihr Gerät muss über Diagnosefunktionalität „C“ im Modellcode haben, um die Thermoelement-Verschleißdiagnose zu verwenden. Thermoelement-Verschleißdiagnose konfigurieren:
1. Gehen Sie zu Diagnose → Alarme → Thermoelementdiagnose
2. Unter Messung 1 oder Messung 2 (es gilt das jeweils richtige Thermoelement) Widerstand für Basismessungmessung 1 wählen. Der Messkreiswiderstand des aktuellen Sensors dient als Basiskennlinie.
3. Folgen Sie den Anweisungen, um fortzufahren. Der Widerstand muss als Basiskennlinie festgelegt werden, um die Diagnose verwenden zu können. Das neues Menü für die Thermoelement-Verschleißdiagnose wird geöffnet. Dieses Fenster zeigt an. Dieses Fenster zeigt den Thermoelement-Verschleißmodus, den Schwellenwert, den Widerstandsschwellenwert, den Basiskennlinienwiderstand und den Echtzeitwiderstand an.
4. ImDropdown Menü T/C Verschleißmodus wählen Sie HART Status Alarmaus
5. Die Schwellenwertstufe ist standardmäßig auf Niedrig eingestellt. Um die Schwellenwertstufe zu ändern, wählen Sie im Dropdown Menü Schwellenwertstufe die gewünschte Option aus. Optionen:
- Niedrig
- Medium
- Hoch
- Benutzerdefiniert
- Wenn Kundenspezifischer Schwellenwert ausgewählt wird, öffnet sich eine Eingabeaufforderung mit der Aufforderung zur Eingabe des gewünschtenWiderstands-Schwellenwert-Werts.
Thermoelement-Verschleißdiagnose deaktivieren:
1. Auswählen Diagnose- → Warnmeldungen → Thermoelementdiagnose
2. Wählen Sie im Dropdown-Menü Thermoelement-Verschleißmodus die Option Diagnosen deaktivieren aus
Zur Überprüfung, ob die Thermoelement-Verschleißdiagnose konfiguriert ist:
1. Gehen Sie zu Diagnose- → Warnmeldungen → Thermoelementdiagnose
2. Im Dropdown-Menü Thermoelement-Verschleißmodus muss HART-Statusalarm ausgewählt werden
Meldung des LCD-Displays
Die Digitalanzeige am Messumformer zeigt „Sensor 1 verschlissen“ oder Funktionalität „Sensor 2 verschlissen“.
DD-Meldung
Unter Prozessvariablen → Geräteübersicht → Status wird der Gerätestatus aufgelistet. Wenn beide Sensoren ordnungsgemäß arbeiten, wird als Status „Gut“ angezeigt. Wenn die Thermoelement-Verschleißdiagnose aktiviert ist, wird als Status „Wartung erforderlich“ angezeigt. Wählen Sie die Schaltfläche „Untersuchen“, um weitere Details einschließlich empfohlener Maßnahmen zur Behebung des Problems anzuzeigen. Für die Thermoelement-Verschleißdiagnose lautet dies: "Die Thermoelement-Verschleißdiagnose hat eine Widerstandszunahme erkannt. Dies kann auf einen Verschleiß des Thermoelements hinweisen."
3.4 Hot Backup Leistungsfähigkeit
Die Hot Backup-Funktion ermöglicht es dem Messumformer, bei einem Ausfall des Primärsensors automatisch einen sekundären Sensor als Primärsensor zu verwenden, wodurch Prozessunterbrechungen aufgrund eines Messverlustes vermieden werden. Der Rosemount 3144S bietet zwei Variablen, die die Hot Backup-Funktion nutzen: Hot Backup und Mittelwert mit Hot Backup.
Hot Backup ist nur dann aktiviert, wenn eine dieser Variablen (Hot Backup oder Mittelwert mit Hot Backup) als PV ausgewählt wird. Dies unterscheidet sich von der bisherigen Hot Backup-Konfiguration des Rosemount 3144P, bei der entweder First-Good-Temperatur oder Durchschnittstemperatur als PV erforderlich war, um Hot Backup zusätzlich zur allgemeinen Funktionskonfiguration zu nutzen.
Wenn PV auf Hot Backup eingestellt ist, entspricht der Messumformerwert der Messung 1. Falls einer der Sensoren ausfällt, wird ein Alarm generiert, aber der Messumformer erzeugt weiterhin einen Ausgang. Sobald der ausgefallene Sensor repariert wurde, wird der Alarm automatisch zurückgesetzt.
Wenn PV aufMittelwert mit Hot Backup eingestellt ist, ist als Ausgang der Mittelwert von Messung 1 und Messung 2 verwendet. Falls einer der Sensoren ausfällt, wird ein Alarm ausgelöst und der Messumformerausgang stellt den Messwert dar, der noch funktioniert. Sobald der defekte Sensor repariert ist, wird der Alarm automatisch zurückgesetzt und der Ausgang entspricht wieder dem Durchschnitt der beiden Messwerte.
Wenn ein Sensor ausfällt und entweder Hot Backup oder Mittelwert mit Hot Backup als PV eingestellt ist, wird das 4‑20 mA-Signal nicht unterbrochen, und es wird ein Status an das Leitsystem gesendet (über das HART®-Protokoll), dass der Sensor ausgefallen ist. Falls ein Digitalanzeiger angeschlossen ist, zeigt dieser den Status des ausgefallenen Sensors an. Falls beide Sensoren ausfallen, setzt der Messumformer einen Alarm und der (über HART) verfügbare Status meldet, dass beide Sensoren (1 und 1) ausgefallen sind.

Hot Backup als PV festlegen:
1. Wechseln Sie zu Geräteeinstellungen → Konfigurationsübersicht → Ausgang2. Wählen Sie im Dropdown-Menü Primärvariable Hot Backup oder Mittelwert mit Hot Backup aus.
So ändern Sie die Einheiten von Hot Backup:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang → Berechnete Ausgänge → Hot Backup-Messung → Einrichtung
2. Wählen Sie die gewünschten Einheiten aus dem Dropdown-Menü aus.
Ändern der Durchschnittseinheiten mit Hot Backup:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang → berechnete Ausgänge → der Durchschnittstemperatur → Setup
2. Wählen Sie die gewünschten Einheiten aus dem Dropdown-Menü aus.
Hot Backup Status anzeigen:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang → Berechnete Ausgänge
2. Vergewissern Sie sich, dass im Dropdown-Menü „Berechnete Ausgangsvariablen“ „Aktiviert“ angezeigt wird.
- Für berechnete Ausgangsvariablen müssen "Messung 1"-Einheiten, "Messung 2"-Einheiten, "Temperaturdifferenz"-Einheiten, "Hot Backup-Messung" und "Durchschnittstemperatur"-Einheiten als Temperatureinheiten oder gleiche Roheinheiten (mV oder Ohm) ausgewählt werden.
3. Anzeigen Hot Backup Messung. Unter Messwerte wird der Variablenstatus aufgelistet.
Meldung des LCD-Displays
Die Meldung auf dem LCD-Display am Messumformer wechselt zwischen der Anzeige "Sensor 1 Fehler" oder "Sensor 2 Ausfall" und dem Ausgang des Sekundärsensors, der den Prozess übernommen hat.
DD-Meldung
Unter Prozessvariablen → Geräteübersicht → Status wird der Gerätestatus aufgelistet. Wenn beide Sensoren ordnungsgemäß arbeiten, wird ls Status „Gut“ angezeigt – siehe Bild rechts. Wenn Hot Backup aktiviert ist, wird als Status „Wartung erforderlich“angezeigt. Durch Auswahl von „Untersuchen“ erfahren Sie weitere Details, darunter die empfohlenen Maßnahmen zur Behebung des Problems. Für Hot Backup lautet dies: " Fehler am Sensor oder an der Sensorverdrahtung erkannt."
3.5 Sensordriftalarm
Mit der Diagnose Sensordriftalarm kann der Messumformer einen Warnstatus setzen oder einen Analogalarm setzen, wenn der absolute Wert der Temperaturdifferenz zwischen Messung 1 und Messung 2 einen benutzerdefinierten Grenzwert überschreitet. Sensor Drift Alert zeigt nicht an, welcher Sensor ausfällt, sondern die Diagnose liefert einen Hinweis auf eine Sensordrift. Um zu erkennen, welcher Sensor driftet, muss der Benutzer die Trends der einzelnen Sensorausgänge am Host betrachten. Sobald der Sensor repariert wurde oder die Temperaturdifferenz zwischen den Sensoren den Schwellenwert nicht mehr überschreitet, wird der Sensordriftalarm automatisch zurückgesetzt.

Sensordriftalarm konfigurieren:
1. Gehen Sie zu Diagnose → Alarme → Sensordiagnose → Sensordriftalarm
2. Wählen Sie im Dropdown Menü Modus entweder HART-Statusalarm (Warnmodus) oder Analogausgangs-Alarm (Alarmmodus) aus
3. Geben Sie unter Schwellenwert die gewünschte Temperaturdifferenz ein, bevor Sie den Sensordriftalarm auslösen
4. Geben Sie unter Dämpfung den gewünschten Dämpfungswert für den Sensordriftalarm ein
Sensordriftalarm deaktivieren:
1. WechselnSie zu Diagnose → Alarme → Sensordiagnose → Sensordriftalarm
2. Wählen Sie im Dropdown Menü Modus Alarm deaktivieren aus
Zum Überprüfen, ob der Sensordriftalarm konfiguriert ist:
1. WechselnSie zu Diagnose → Alarme → Sensordiagnose → Sensordriftalarm
2. Wenn der Sensordriftalarm konfiguriert wurde, ist im Dropdown Menü Modus entweder HART-Statusalarm (Warnmodus) oder Analogausgangs-Alarm (Alarmmodus) aktiviert
Meldung des LCD-Displays
Der LCD-Display am Messumformer wechselt zwischen Anzeige " Sensordriftalarm" und der aktuellen PV-Leistung.
DD-Meldung
Unter Prozessvariablen → Geräteübersicht → Status wird der Gerätestatus aufgelistet. Wenn beide Sensoren ordnungsgemäß arbeiten, wird ls Status „Gut“ angezeigt – siehe Bild rechts. Wenn der Sensordriftalarm aktiviert ist, wird als Status „Außerhalb der Spezifikationen" angezeigt. Durch Auswahl von „Untersuchen“ erfahren Sie weitere Details, darunter die empfohlenen Maßnahmen zur Behebung des Problems. Für den Sensordriftalarm bedeutet dies: „Die Differenz zwischen Messung 1 und 2 hat den konfigurierten Driftgrenzwert überschritten oder mindestens eine der Messungen ist gesättigt“.
3.6 Integrität des Messkreises
Emerson liefert den Messumformer mit deaktivierter Mess-/Regelintegritätsdiagnose als Voreinstellung aus, ohne dass eine Charakterisierung des Mess-/Regelkreises durchgeführt wurde. Nach der Installation und dem Einschalten des Messumformers müssen Sie eine Charakterisierung des Mess-/Regelkreises durchführen, um die Diagnose für die Integrität des Messkreises zu aktivieren. Wenn Sie die Charakterisierung des Mess-/Regelkreises starten, überprüft der Messumformer, ob die Spannungsversorgung des Mess-/Regelkreises für den ordnungsgemäßen Betrieb ausreichend ist. Danach steuert der Messumformer den Analogausgang auf 4 mA und auf 20 mA, um so die Basiskennlinie festzulegen und die maximal zulässige Abweichung für die Spannung an den Anschlussklemmen festzulegen. Danach geben Sie einen Empfindlichkeitsschwellenwert mit der Bezeichnung "Terminal Voltage Deviation Limit" (Klemmenspannungs-Abweichungsgrenze) ein. Es wird geprüft, ob dieser Schwellenwert gültig ist. Nachdem Sie den Messkreis charakterisiert und die Spannungsabweichungsgrenze festgelegt haben, beginnt die Mess-/Regelkreisintegritätsdiagnose, den Stromkreis aktiv auf Abweichungen von der Basiskennlinie zu überwachen. Wenn sich die Klemmenspannung relativ zur erwarteten Basiskennlinie ändert und den konfigurierten Wert für die Abweichungsgrenze der Klemmenspannung überschreitet, löst der Messumformer eine Warnmeldung oder einen Alarm aus.
note
Die Messkreisintegritätsdiagnose im Rosemount 3144S Temperaturmessumformer überwacht und erkennt Änderungen der Klemmenspannung von Erwartete Werte zur Erkennung häufiger Fehler. Es ist nicht möglich, alle Arten der elektrischen Störungen des 4-20-mA-Ausgangs vorherzusehen und zu erkennen. Aus diesem Grund kann Emerson keine absolute Gewähr oder Garantie übernehmen, dass die Messkreisintegritätsdiagnose akkurat Störungen unter allen Umständen erkennt.
Um die Diagnose einzusetzen, müssen Sie zunächst die Basiskennlinie des elektrischen Mess-/Regelkreises nach der Installation des Messumformers erstellen. Die Kennlinien des Mess-/Regelkreises werden automatisch durch Drücken einer Schaltfläche festgelegt. Dadurch wird ein lineares Verhältnis für die erwarteten Werte der Spannung an den Anschlussklemmen im Betriebsbereich von 4-20 mA hergestellt.
1. Gehen Sie zu Diagnose → Alarme → Messkreisintegritätsdiagnose →Messkreisintegrität konfigurieren
2. Folgende Meldung wird angezeigt: „Warnung – Messkreis aus der automatischen Regelung entfernen.“ Wählen Sie zuerst Weiter und dann erneut Weiter , um eine Messkreischarakterisierung durchzuführen
3. Geben Sie die gewünschte Spannungsabweichungsgrenze (+/-) ein, die toleriert wird, ehe die Messkreisintegritätsdiagnose eingeleitet wird. Wählen Sie dann Weiter
4. Aktivieren Sie den gewünschten Benachrichtigungsmodus: Wählen Sie zwischen Diagnose deaktivieren (kein Alarm), HART Statusalarm oder Analogausgabealarm, und wählen Sie dann Weiter.
5. Wählen Sie Weiter → Weiter → Fertig auf den folgenden Bildschirmen aus, um die Konfiguration abzuschließen und das Dialogfeld zu schließen.
Meldung des LCD-Displays
Der LCD-Display am Messumformer zeigt "Loop Integrity Diagnostic" (Diagnose der Messkreisintegrität) an.
DD-Meldung
Unter Prozessvariablen → Geräteübersicht → Status wird der Gerätestatus aufgelistet. Arbeitet der Messkreis einwandfrei, wird als Status „Gut“ angezeigt. Wenn die Diagnose der Messkreisintegrität eine Veränderung im Messkreis erkennt, wird als Status „Wartung erforderlich“ angezeigt. Wählen Sie die Schaltfläche „Untersuchen“, um weitere Details einschließlich empfohlener Maßnahmen zur Behebung des Problems anzuzeigen. Für die Diagnose der Messkreisintegrität lautet dies: " Die Messkreisintegritätsdiagnose hat eine Abweichung der Klemmenspannung außerhalb der konfigurierten Grenzen erkannt. Dies kann zu einer Beeinträchtigung des Strom-- oder Messkreises führen.“
Die in diesem Feld angezeigte Klemmenspannung ist ein dynamischer Wert in Volt, der in direktem Zusammenhang mit dem Wert für den mA-Ausgang steht. Zum Anzeigen der Klemmenspannung und Klemmenspannungsabweichung:
1. Navigieren Sie zu Diagnose → Alarme → Messkreisintegritätsdiagnose → Messkreisintegrität konfigurieren
3.7 Prozesswarnungen
Es gibt zwei Prozessalarme, die Sie zur Verwendung mit einer der folgenden Variablen konfigurieren können:
- Messung 1
- Messung 2
- Klemmentemperatur
- Hot Backup
- Temperaturdifferenz
- Durchschnittstemperatur
- Sensor 1(1)
- Sensor 2(1)
(1) Nur lieferbar mit Geräten mit X-well Technologie.
Die Prozesswarnungen sind voneinander unabhängig. Sie können diese Alarme verwenden, um Benachrichtigungen über HART Statusalarm oder über Analogausgangsalarm zu erhalten. Prozessalarme können unabhängig von der Zuordnung der HART Variablen mit jeder Variablen ausgelöst werden. Dies bedeutet, dass ein Analogausgangsalarm durch jede der zuvor aufgelisteten Prozessvariablen ausgelöst werden kann, auch wenn sie nicht als HART-Primärvariable zugeordnet ist.
Die Funktionalität zur Min./Max. Verfolgung ist jetzt in die Prozesswarnungen eingebettet. Die Mindest- und Höchstwerte werden für die in den konfigurierten Prozessalarmen ausgewählten Variablen aufgezeichnet. Diese Werte werden für die Mindest- und Höchstwerte aufgezeichnet, die seit dem letzten Zurücksetzen empfangen wurden. Dies ist keine Protokollfunktion.

So konfigurieren Sie eine Prozesswarnung:
1. Navigieren Sie zu Diagnosen → Alarme → Prozessalarm 1 oder 2 → Alarmeinstellungen → Prozessalarm 1 oder 2 konfigurieren Wählen Sie den gewünschten Benachrichtigungsmodus (HART Statusalarm oder Analogausgangsalarm) aus.
3. Wählen Sie im Dropdown-Menü Variable die gewünschte Variable aus.
4. Wählen Sie aus den folgenden Optionen aus, wann der Prozessalarm aktiviert werden soll:
- Oberhalb der hohen Seite
- Niederdruckseite
- Außerhalb des Fensters
- Innerhalb des Fensters
5. Legen Sie die Alarmwerte für Hoch und Niedrig entsprechend fest.
6. Methode zum Reduzieren sporadischer Alarme auswählen:
- Keine
- Totzone (dies ist der Bereich um den Alarmwert, in dem der Alarm nicht deaktiviert wird)
- Zeitverzögerung (dies ist der Zeitraum, über den der Alarm aktiv bleiben muss, ehe das Gerät den Alarm meldet)
7. Stellen Sie die Alarmname.
4. Betrieb und Wartung
4.1 Kalibrierung
Die Kalibrierung des Messumformers erhöht die Genauigkeit des Messsystems. Der Anwender kann beim Kalibrieren eine oder mehrere verschiedene Abgleichfunktionen durchführen. Für das Verständnis der Abgleichfunktionen ist die Tatsache wichtig, dass Messumformer mit HART Protokoll anders funktionieren als analoge Messumformer. Ein wichtiger Unterschied besteht darin, dass smarte Messumformer werkseitig charakterisiert werden, d. h. sie werden mit einer fest im Messumformer gespeicherten standardmäßigen Sensorkennlinie geliefert. Der Messumformer verwendet diese Informationen beim Betrieb, um abhängig vom Sensoreingang einen Prozessvariablen-Ausgang zu erzeugen. Die Abgleichfunktionen ermöglichen dem Anwender die Anpassung der werkseitig gespeicherten Charakterisierungskurve durch digitale Anpassung der Interpretation des Sensoreingangs durch den Messumformer.
Die Kalibrierung des Messumformers Typ 3144S kann Folgendes umfassen:
- Abgleich des Sensoreingangs: Digitale Anpassung der Interpretation des Eingangssignals durch den Messumformer.
- Messumformer-/Sensoranpassung: Generiert, abgeleitet von den Callendar-Van Dusen-(CVD)-Konstanten, eine spezielle kundenspezifische Kennlinie entsprechend der spezifischen Sensorkennlinie.
- Ausgangsabgleich: Kalibrierung des Messumformers auf eine Referenzskala 4–20 mA.
- Skalierter Ausgangsabgleich: Kalibrierung des Messumformers auf eine vom Anwender wählbare Referenzskala.
4.2 Messumformer abgleichen
Die Abgleichsfunktionen dürfen nicht mit den Neueinstellungsfunktionen verwechselt werden. Obwohl der Befehl „Bereich neu festlegen“ – wie bei konventioneller Kalibrierung –einen Sensoreingang an einen 4–20 mA-Ausgang angepasst wird, hat dies keinen Einfluss auf die Interpretation des Eingangswertes durch den Messumformer.
A. Einpunktabgleich
B. Zweipunktabgleich
C. Rohmessung (Ohm oder mV)
D. Temperatur
E. Messumformer-Systemkennlinie
F. Standortspezifische Standardkennlinie
Abgleich des Sensoreingangs
Der Sensorabgleich erlaubt Änderungen der Interpretation des Eingangssignals durch den Messumformer gemäß den obigen Diagrammen. Der Befehl für die Sensorreferenz gleicht das kombinierte Sensor/Messumformer-System, in physikalischen Einheiten (F, °C, °R, K) oder Ursprungseinheiten (W, mV), mit Hilfe einer bekannten Temperaturquelle auf einen Prozessstandard ab. Der Sensorabgleich ist für Überprüfungsverfahren geeignet oder kann bei Anwendungen eingesetzt werden, die die gemeinsame Profilierung von Sensor und Messumformer erfordern. Ein Sensorabgleich sollte durchgeführt werden, wenn der digitale Wert des Messumformers für die Primärvariable nicht mit den Werten der standardmäßigen Kalibriergeräte der Anlage übereinstimmt. Die Abgleichsfunktionen gewährleisten die Rückverfolgbarkeit Ihres Systems gemäß NIST nur, wenn die Standard-Eingangsquelle des Standorts nicht über das National Institute of Standards and Technology rückverfolgbar ist.
So führen Sie einen unteren Abgleich durch:
1. Gehen Sie zu Wartung → Kalibrierung → Sensor 1 oder Sensor 2.
2. Wählen Sie unter Kalibrierung die Option Unterer Sensor 1 oder 2 Abgleich.
3. Folgen Sie den Anweisungen, um den Sensorabgleich fertigzustellen.
So führen Sie einen oberen Abgleich durch:
1. Gehen Sie zu Wartung → Kalibrierung → Sensor 1 oder Sensor 2.
2. Unter Kalibrierung, Auswahl Oberer Sensor 1 oder 2 Abgleich.
3. Folgen Sie den Anweisungen, um den Sensorabgleich fertigzustellen.
Sensorimpulse deaktivieren
Der Messumformer arbeitet mit einem gepulsten Sensorstrom, um eine Sensordiagnose durchzuführen und während er zwischen mehreren Sensoren umschaltet. Obwohl es immer seltener wird, erfordern einige Kalibriergeräte einen konstanten Sensorstrom, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Dies kann beim Kalibrieren innerhalb des Messumformers durch Deaktivieren der Sensorpulsfunktion erreicht werden.
Durch die vorübergehende Deaktivierung des Sensorimpulses wird der Messumformer so eingestellt, dass er während der Kalibrierung einen konstanten Sensorstrom an einen einzelnen Sensor liefert. Während dieser Zeit wird der andere Sensor vorübergehend deaktiviert und einige Sensordiagnosefunktionen sind nicht funktionsfähig. Sicherstellen, dass der Sensorimpuls wieder aktiviert ist, bevor der Messumformer wieder im Prozess aktiviert wird. Deaktiviert Sensor Der Impulsstatus ist flüchtig, er wird automatisch wieder aktiviert, wenn ein Master Reset durchgeführt wird (über HART® Protokoll) oder wenn die Spannungsversorgung aus- und eingeschaltet wird. Wenn der Sensorimpuls nicht erneut aktiviert oder die Messumformers nicht zurückgesetzt oder aus- und wieder eingeschaltet wird, wird er nach einem 60-minütigen Timeout im Messumformer automatisch wieder aktiviert.
Messumformer-/Sensor-Anpassung
Der Messumformer 644 kann Callendar-Van Dusen-Konstanten von einem kalibrierten Widerstandsthermometer verarbeiten und eine anwendungsspezifische Kennlinie generieren, die zur spezifischen Sensorkennlinie (Widerstand – Temperatur) passt.
Die Anpassung der sensorspezifischen Kennlinie an die Konfiguration des Messumformers verbessert die Genauigkeit der Temperaturmessung erheblich. Der Zuordnungsprozess erlaubt es dem Benutzer, die vier sensorspezifischen CVD-Konstanten in den Messumformer einzugeben. Der Messumformer verwendet diese sensorspezifischen Konstanten zum Lösender CVD-Gleichung, um den entsprechenden Messumformer dem spezifischen Sensor zuzuordnen und damit eine ausgezeichnete Genauigkeit zu erzielen.
In der folgenden Tabelle wird der wahrscheinliche Gesamtfehler zweier Baugruppen verglichen: eine mit CVD-Anpassung und eine ohne.
Vergleich der Genauigkeit des Sensor/Messumformer-Systems bei 150 °C bei Einsatz eines Widerstandsthermometers Pt100 (a=0,00385) mit einem Messbereich von 0 bis 200 °C
Angepasstes Widerstandsthermometer | Standard-Widerstandsthermometer | |
|---|---|---|
Auswerteelektronik Fehler | ±0,05 °C | ±0,05 °C |
Sensorfehler | ±0,18 °C | ±1,05 °C |
Gesamtfehlerwahrscheinlichkeit | ±0,19 °C | ±1,05 °C |
(1) Berechnet mittels der Wurzel aus der Quadratsumme (RSS).
Ausgangsabgleich oder skalierter Ausgangsabgleich
Ein D/A-Ausgangsabgleich (skalierter Ausgangsabgleich) ist durchzuführen, wenn der digitale Wert für die Primärvariable den Prozessstandards entspricht, der Analogausgang des Messumformers jedoch nicht mit dem Anzeigewert des Ausgabegeräts (beispielsweise des Amperemeters) übereinstimmt. Die Funktion für den Ausgangsabgleich kalibriert den Messumformer auf eine 4–20 mA-Referenzskala; die Funktion für den skalierten Ausgangsabgleich kalibriert den Messumformer auf eine vom Anwender wählbare Referenzskala. Um zu bestimmen, ob ein Ausgangsabgleich oder ein skalierter Ausgangsabgleich erforderlich ist, einen Messkreistest durchführen.
Ausgangsabgleich
Mit dem Ausgangsabgleich können Sie die Umwandlung des Eingangssignals durch den Messumformer in ein 4–20 mA Ausgangssignal anpassen. Das analoge Ausgangssignal in regelmäßigen Intervallen kalibrieren, um die Genauigkeit der Messwerte zu gewährleisten.
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Kalibrierung → Analogausgang.
2. Unter Kalibrierung wählen SieAnaloge Kalibrierung aus. 3. Wählen Sie D/A-Abgleich aus. 4. Eine Referenzanzeige an das Gerät anschließen und den Anweisungen folgen.
Skalierter Ausgangsabgleich
Mit der Funktion Skalierter Ausgangsabgleich werden die 4 und 20 mA-Punkte an eine vom Anwender gewählte Referenzskala angepasst, die von der 4 und 20 mA-Skala abweicht (z. B. 2–10 Volt). Vor dem Abgleich des skalierten Ausgangs sicherstellen, dass eine genaue Referenzanzeige an den Messumformer angeschlossen ist.
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Kalibrierung → Analogausgang.
2. Unter Kalibrierung wählen SieAnaloge Kalibrierung aus. 3. Wählen Sie D/A-Abgleich aus. 4. Befolgen Sie die Anweisungen, um den Sensorabgleich abzuschließen.
Die Variable AC Power Filter (auch als Netzspannungsfilter oder 50/60 Hz Filter bezeichnet) setzt den Filter der Messumformerelektronik so, dass er die Frequenz der Anlagenwechselspannung herausfiltert, was zu fehlerhaften Messwerten führen kann. Sie können den Filter auf 50 Hz, 60 Hz oder eine 50/60 Hz-Einstellung mit Doppelkerbe einstellen. Die werkseitige Einstellung ist 60 Hz. Filterstatus anzeigen oder ändern:
2. Navigieren Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang → Messungsfilterung.2. Wählen Sie im Dropdown-Menü „Wechselstromfilter“ eine der folgenden Optionen aus:
- 50 Hz
- 60 Hz
- 50/60 Hz
4.3 Protokollierungsfunktionen
Logging ist der Vorgang des Sammelns und Speicherns von Daten und/oder Ereignissen über einen bestimmten Zeitraum. Eine Vielzahl von Prozess- und Messdaten kann protokolliert werden, einschließlich Diagnose, Kalibrierungshistorie und Abnahmeprüfung. Im Allgemeinen kann die Protokollierung dazu beitragen, die Einhaltung von branchenspezifischen Vorschriften sowie Qualitäts- und Umweltkontrollverfahren sicherzustellen, und gleichzeitig eine historische Aufzeichnung liefern, die zur Fehlersuche und Prozessoptimierung verwendet werden kann. Die integrierte Protokollierungsfunktion des Rosemount 3144S erstellt und speichert Protokolleinträge für eine Vielzahl von kritischen Prozess- und Messumformer-Wartungsereignissen. Diese Funktionalität wurde entwickelt, um eine einfache Möglichkeit für den Zugriff auf Diagnose-, Kalibrier- und Abnahmeprüfungsprotokolle am Gerät zu schaffen. Auf diese Ereignisprotokolle kann durch Anschluss eines Handterminals, wie z. B. AMS Trex, AMS Device Manager oder AMS Configurator, an den Messumformer zugegriffen werden.
Die Kalibrierungsprotokollierungsfunktion bietet Anwendern die Möglichkeit, auf frühere Kalibrierungsereignisse lokal am Gerät zuzugreifen und diese zu verwalten. Wenn der Messumformer einer digitalen oder analogen Kalibrierung unterzogen wird, erfasst der Messumformer automatisch die Abgleichsanpassungen des Sensors und des Analogausgangs sowie die Sensorverifizierungen, wenn kein Abgleich erforderlich ist. Ein korrelierter Zeitstempel dieses Ereignisses wird ebenfalls zum Zeitpunkt der Kalibrierung aufgezeichnet. Beim Zugriff auf das Kalibrierprotokoll sehen Benutzer die Kalibrierdaten in gestapelter Form mit nützlichen Spalten: Zeit seit dem letzten Kalibrierereignis, Art der Aktion wurde durchgeführt, Quelle der Trennschicht, Wert wie vor Ereignis gefunden und Wert verlassen nach Ereignis. Die maximale Anzahl einzelner Kalibrierprotokolle im Messumformer beträgt 20 und wird automatisch nach dem Prinzip "Wer zuerst rein, zuerst heraus" gelöscht wird.
1. Wechseln Sie zu Geräteeinstellungen → Kalibrierung → Sensor 1 oder 2 → Kalibrierungsprotokoll
2. Auswählen Sensor 1 oder 2 Kalibrierprotokoll
So löschen Sie das Kalibrierprotokoll:
1. Wechseln Sie zu Geräteeinstellungen → Kalibrierung → Sensor 1 oder 2 → Kalibrierungsprotokoll
2. Auswählen Sensor zurücksetzen 1 oder 2 Kalibrierprotokoll
4.4 Wartung
Der Messumformer hat keine beweglichen Teile, benötigt nur minimale Wartung und ist dank seiner Modulbauweise wartungsfreundlich. Falls eine Fehlfunktion vermutet wird, zunächst nach einer externen Ursache forschen, bevor die in diesem Abschnitt besprochenen Verfahren durchgeführt werden.
warning
Wenn der Sensor in einem Hochspannungsumfeld installiert ist und ein Störungszustand auftritt bzw. die Installation nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde, kann an den Sensorleitungen und Messumformeranschlüssen eine potenziell lebensgefährliche Spannung anliegen. Bei Kontakt mit Leitungen und Anschlüssen äußerst vorsichtig vorgehen.
Die Testklemmen sind die Plus- (+) und Minusklemmen (-) in der Mitte des Anschlussklemmenblocks und nehmen Minigrabber®- oder Krokodilklemmen auf, um die prozessinternen Prüfungen zu erleichtern. Die Testclips werden über eine Diode durch den Messkreis-Signalstrom verbunden. Das Strommessgerät überbrückt die Diode, wenn es über die Testklemmen angeschlossen ist. Solange also die Spannung über die Klemmen unter der Dioden-Schwellenspannung bleibt, fließt kein Strom durch die Diode. Um sicherzustellen, dass bei Testmessungen oder angeschlossenem Anzeigegerät kein Kriechstrom durch die Diode fließt, darf der Widerstand des Testanschlusses oder des Messgeräts maximal 10 Ohm betragen. Ein Widerstandswert von 30 Ohm führt zu einem Fehler von ca. 1,0 Prozent des Messwerts.
5. Fehlersuche und -beseitigung
Dieser Abschnitt enthält eine Zusammenfassung von Hinweisen zur Wartung und für die Störungsanalyse und -beseitigung der am häufigsten auftretenden Betriebsprobleme. Wird eine Funktionsstörung vermutet und es erscheinen keine Diagnosemeldungen auf der Anzeige des Handterminals, wird die Verwendung von auf der untenstehenden Registerkarte HART 4-20 Basic Troubleshooting (Grundlegende Fehlersuche), um potenzielle Probleme zu identifizieren.
Symptom | Mögliche Ursache | Abhilfemaßnahme |
|---|---|---|
Messumformer kommuniziert nicht mit Feldkommunikator | Verdrahtung des Messkreises |
|
Hoher Ausgang | Ausfall des Sensoreingangs oder der Verbindung |
|
Hoher Ausgang | Verdrahtung des Messkreises |
|
Hoher Ausgang | Spannungsversorgung |
|
Hoher Ausgang | Elektronikmodul |
|
Ungleichmäßiger Ausgang | Verdrahtung des Messkreises |
|
Ungleichmäßiger Ausgang | Elektronikmodul |
|
Geringer oder kein Ausgang | Sensor-Element |
|
Geringer oder kein Ausgang | Verdrahtung des Messkreises |
|
Geringer oder kein Ausgang | Elektronikmodul |
|
6. Rosemount X-well-Technologie
Die Rosemount X-well Technologie darf nur bei Geräten eingesetzt werden, die die Messfunktionalität 3 oder 4 im Modellcode spezifizieren.
6.1 Verkabelung der Rosemount X-well Technologie
Anschlussschemata befinden sich auf der Innenseite der Anschlussklemmenblock-Abdeckung. Emerson liefert werkseitig vorverkabelte X-well Baugruppen aus. Sicherstellen, dass die Sensorverdrahtung der erwarteten Konfiguration entspricht (Standard oder erweiterter Bereich). Sensoren mit Standardbereich sind nur für Direktmontage lieferbar und müssen daher an den Klemmen 1-4 (Einzelsensorkonfiguration) verdrahtet werden.
Der Rosemount 3144S Temperaturmessumformer kann vor Ort mit zwei unabhängigen, extern montierten Sensoren mit erweiterter Reichweite verkabelt und konfiguriert werden. Dies ermöglicht Dual-Eingangsfunktionen wie Hot Backup™, Temperaturdifferenz, Durchschnittstemperatur und Diagnosefunktionen.
6.2 Installation der Rosemount X-well-Technologie
6.2.1 Überlegungen zur Technologie
Die Rosemount X-well™ Technologie wurde für Temperaturmessungen entwickelt und ist nicht für die Regelung oder Regelung von Anwendungen im eichamtlichen Verkehr. Die X-well Technologie funktioniert nur mit werkseitig gelieferten und montierten Rohrklemmensensoren über den Rosemount 3144S oder 214XW. Mit anderen Sensoren funktioniert dies nicht wie spezifiziert.
note
Die Installation und Verwendung eines falschen Sensors führt zu ungenauen Prozesstemperaturberechnungen.
Es ist wichtig, dass Sie die vorstehenden Anforderungen und Installationsschritte befolgen, um sicherzustellen, dass die X-well Technologie spezifikationsgerecht funktioniert.
6.2.2 Hinweise zur Installation
Befolgen Sie die Best Practices für die Installation des Rohrklemmensensors sowie die nachfolgend aufgeführten spezifischen Anforderungen an die Rosemount X-well™ Technologie:
Damit die X-well-Technologie korrekt mit dem Sensor mit Standardreichweite funktioniert, muss der Messumformer direkt an einen Sensor mit Rohrklemme montiert werden. Die Abbildung rechts zeigt eine Messumformer/Rohrklemmen-Baugruppe in einer Direktmontage-Konfiguration.
Lage und Ausrichtung
- Den Klemmsensor am äußeren Teil des Rohrs montieren, wo das Prozessmedium mit der Innenseite der Rohrwand in Kontakt kommt.
- Sicherstellen, dass die Rohroberfläche frei von Fremdkörpern ist.
- Der Rohrklemmensensor muss in einer sicheren Position montiert werden, um zu gewährleisten, dass er nach der Installation nicht zu rotieren beginnt.
Emerson empfiehlt, den Sensor für die Rohrmontage an der oberen Hälfte des Rohrs zu montieren. Montage unten nur bei teilweisem Durchfluss in der Rohrleitung berücksichtigen um genaue Messungen zu gewährleisten.
Isolierung
- Die Baugruppe muss nicht in der Nähe von dynamischen externen Temperaturquellen (wie z. B. Kessel oder Beheizung) installiert werden.
- Sicherstellen, dass der Rohrklemmensensor direkten Kontakt mit der Rohroberfläche hat. Jede Ansammlung von Feuchtigkeit zwischen dem Widerstandsthermometer und der Rohroberfläche oder das Hängen des Widerstandsthermometers in der Baugruppe kann zu ungenauen Berechnungen der Prozesstemperatur führen.
- Um Wärmeverluste zu vermeiden, ist eine Isolierung von mindestens 13 mm (1/2 Zoll) dick (mit einem R-Wert von > 0,42 m2 x K/W) erforderlich. Bei Verwendung eines Sensors mit Standardreichweite sollte die gesamte Verlängerung des Sensors bis zum Messumformerkopf isoliert sein. Bei Verwendung eines Sensors mit erweiterter Reichweite muss die Nippelverschraubung der Verlängerung isoliert sein. Tragen Sie mindestens 6 in. (152 mm) Isolierung auf jeder Seite des Rohrklemmensensors. Darauf achten, dass die Luftspalte zwischen Isolierung und Rohr möglichst gering gehalten werden.
6.2.3 Universal-Installation per Rohrmontage

1. Platzieren Sie den Montagefuß auf der Rohroberfläche; Führen Sie dann das Band um das Rohr und durch die Innenseite der Spannplatte und achten Sie darauf, dass die Schraubenseite der Schnalle nach innen zeigt (siehe Abbildung).
2. Die Bänder an den Stangen der Spannplatte nach unten biegen. Das Ende des Bandes mit der angebrachten Schnalle sollte so gebogen werden, dass die Schnalle nahe der Unterseite des Rohrs sitzt, gegenüber der Klemmvorrichtung. Die akzeptable Position für die Schnalle ist eine beliebige Stelle an der unteren Hälfte des Rohrs, gegenüber der Klemme. Die Schnalle darf nicht in den Abstand zwischen Spannplatte und Rohr fallen.
In den folgenden Tabellen finden Sie die empfohlene Durchhanglänge von der Schnalle bis zur Biegung über der Stange, basierend auf der Nennweite.
Tabelle 3-1: Kreisellänge
Rohrgröße |
Länge bis zum ersten Bogen (A) |
|---|---|
2 in. |
4,7 Zoll |
2,5 Zoll |
5,5 Zoll |
3 in. |
6,2 Zoll |
4 in. |
7,5 Zoll |
5 Zoll |
9 Zoll |
6 in. |
10,6 Zoll |
8 in. |
13,6 Zoll |
10. Zoll |
16,7 Zoll |
Tabelle 3-2: Metrische Durchhanglänge
Rohrgröße |
Länge bis zum ersten Bogen (A) |
|---|---|
DN50 |
120 mm |
DN65 |
140 mm |
DN80 |
157 mm |
DN100 |
192 mm |
DN125 |
228 mm |
DN150 |
254 mm |
DN200 |
346 mm |
DN250 |
424 mm |
A. Union
B. Gewindespindel
C. Spannmutter
D. Spannplatte
E. Abnehmbare Spannstangen
F. Federn
G. Montagefuß
H. Banderolierung und Schnalle
3. Wickeln Sie das freie Ende des Bandes um das Rohr und durch die Schnalle. Falten Sie das lose Ende mindestens 90° nach hinten, um das Band vorübergehend zu fixieren. Ziehen Sie dann das Band fest und biegen Sie es so, dass es senkrecht zum Rohr steht.
4. Legen Sie das Band in das Spannwerkzeug ein. Setzen Sie die Nase des Spannwerkzeugs an der Schnalle an und schieben Sie das Band in das Werkzeug.
note
Die Position der Klemmeinheit kann nach dem Spannen der Banderolierung verschoben werden, so dass die Klemme bei diesem Schritt nicht in der endgültigen Position sein muss. Emerson empfiehlt, die Klemme so zu positionieren, dass eine möglichst ergonomische Verwendung des Spannwerkzeugs für diesen Schritt möglich ist.
5. Drehen Sie die Kurbel am Spannwerkzeug, um das Band festzuziehen. Dadurch werden Spannplatte und Feder langsam zusammengedrückt.
6. Die Stellschraube an der Schnalle mit einem 4 mm-Innensechskantschlüssel festziehen, um die Bandierung zu sichern.
7. Sobald die Banderolierung gesichert ist, reduzieren Sie die Spannung am Spannwerkzeug, indem Sie die Kurbel gegen den Uhrzeigersinn drehen und entfernen Sie das Werkzeug. Biegen Sie dann das lose Ende des Bandes über die Schnalle.
note
Emerson empfiehlt, die Bandierung so lang zu lassen, dass die Bandierung bei Bedarf nachgespannt werden kann. Wenn Sie überschüssige Bandierungen entfernen möchten, müssen scharfe Kanten oder Grate entfernt werden.
8. Nachdem das Bandolierband gespannt ist, kann die Klemmenbaugruppe nun an die gewünschte Position bewegt werden. Drehen Sie die Spannmutter mit einem 15/16 Zoll oder 24 mm Gabelschlüssel im Uhrzeigersinn auf dem Gewindeschaft, bis sie die Spannplatte berührt. Die Spannmutter weiter festziehen, um die Federn zusammenzudrücken, bis die Bandierung an Spannung verliert und die Klammer frei im Rohr bewegt werden kann.
9. Sobald sich die Universalrohrhalterung in der gewünschten Position befindet, die Spannmutter lösen, um die Feder zu lösen und die Spannung zum Banding zurückzubringen. Beim Lösen die Spannmutter wieder oben auf dem Gewindeschaft montieren.
Bei ordnungsgemäßer Installation der Universalrohrhalterung sollte der Abstand von der Unterseite des Schaftkopfes zur Oberseite der Spannplatte auf 0,46 in. eingestellt werden. oder 11,9 mm
6.2.4 Rohrmontage deinstallieren und erneut installieren
1. Drehen Sie die Spannmutter mit einem 1 1/16 Zoll oder 27 mm Gabelschlüssel im Uhrzeigersinn auf dem Gewindeschaft, bis sie die Spannplatte berührt. Die Spannmutter weiter festziehen, um die Federn zusammenzudrücken, bis das Band die Spannung verliert und Sie die Klammer frei um das Rohr bewegen können.
2. Ziehen Sie mit einer Zange jeden E-Clip ab und ziehen Sie jeden Spannstab aus der Spannplatte heraus, um die Banderolierschlaufe von der Baugruppe zu entfernen. Spannstangen und E-Clips wieder an der Spannplatte anbringen.
3. Bei einer erneuten Installation an einem Rohr die folgenden Schritte in umgekehrter Reihenfolge verwenden, um die Universalrohrhalterung wieder zusammenzubauen und eine Banderolierschlaufe zu bilden. Wenn Sie die Rohrmontage an einem neuen Rohr erneut installieren, fahren Sie mit Schritt 4 fort.
4. Bei der Neuinstallation an einer neuen Rohrleitung sicherstellen, dass die Oberseite der Spannmutter mit der Unterseite der schwarzen Markierung übereinstimmt, bevor eine erneute Installation vorgenommen wird. Wenn nicht, die Montagefußbaugruppe in den Schraubstock setzen und die Spannmutter mit einem 1 1/16 Zoll oder 27 mm Gabelschlüssel auf die korrekte Höhe einstellen. Wenn die Spannungsmutter die richtige Höhe hat, weiter mit Standard-Installationsanweisungen.
6.2.5 Installation der Rohrmontage für kleine Rohre
Verfahren
1. Den Montagefuß so auf dem Rohr anbringen, dass die Schlitze senkrecht zum Rohr verlaufen.
2. Setzen Sie die Bügelschraube um das Rohr und durch die Schlitze ein.
Emerson versendet alle Rohrmontagen für kleine Rohre mit Unterlegscheiben und Abstandshaltern. Bei Installation an Rohrnennweiten von DN15 bis DN25 (1/2 Zoll) nur den Abstandsring verwenden. Bei Nennweiten von DN32 (1,25 Zoll) bis DN40 (1,5 Zoll) nur die Unterlegscheibe verwenden.
3. Die erste Unterlegscheibe/den Abstandshalter durch das Gewinde der U-Schraube führen, sodass sie auf der Fußmontageeinheit sitzt. Ziehen Sie dann die Mutter lose am gleichen U-Schraubengewinde an.
4. Wiederholen Sie Schritt 3 für die andere Seite der Bügelschraube.
5. Ziehen Sie die Muttern schrittweise abwechselnd an, bis die Baugruppe bündig am Rohr anliegt.
6. Messumformer und Sensor in Fußmontageeinheit einbauen. Sicherstellen, dass der Sensor durch die Bohrung des Montagefußes passt und direkten Kontakt zwischen Sensorspitze und Rohr hat. Bei der Installation des Sensors stabilisieren Sie die kleine Rohrmontage, indem Sie 29 mm oder 1 1/8" Schraubenschlüssel auf der Platte des Montagefußes.
6.3 Konfigurieren der Rosemount X-well-Technologie
Die Rosemount X-well Technologie kann werksseitig konfiguriert oder im Feld konfiguriert werden. So konfigurieren Sie die Rosemount X-well Technologie am 3144S:
1. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen → Ausgang
2. Auswählen Sensor 1 Wenn Ihr X-well Sensor an den Sensorklemmen 1-4 oder Sensor 5 bei Verdrahtung mit Sensor Anschlussklemmen 5-8.
3. Unter Messung 1 oder 2 Setup (Einstellen) wählen Sie im Dropdown-Menü Sensor Type die Option Rosemount X-well bei Verwendung eines Sensors mit Standardbereich - TR1 oder Auswahl Rosemount X-well Erweiterte Reichweite bei Verwendung eines Sensors mit erweitertem Sendebereich (TR2).
4. Wählen Sie unter Rosemount X-well Konfiguration im entsprechenden Dropdown-Menü den Rohrwerkstoff, die Nennweite und die Rohrklasse aus.
5. Wenn Ihr Rohrmaterial nicht aufgeführt ist, wenden Sie sich an Ihren lokalen Emerson-Vertreter, um Ihre Koeffizienten für die Konfiguration zu erhalten. Wenn Ihre Nennweite/Ihr Schedule nicht aufgeführt ist, geben Sie die Rohrstärke manuell unter ein. Rohrstärke.
Es ist wichtig, vor der Installation zu prüfen, ob das Gerät für den richtigen Rohrwerkstoff, die richtige Größe und die richtige Rohrklasse konfiguriert ist. Die Installation und Verwendung des falsch konfigurierten Rohrwerkstoffs, der falschen Größe oder des falschen Schedule führt zu ungenauen Prozesstemperaturberechnungen.
6.4 Kalibrieren der Rosemount X-well-Technologie
Die Rosemount X-well Technologie sollte ähnlich wie andere Temperaturmessungen behandelt werden, wenn die Häufigkeit oder Notwendigkeit der Kalibrierung bestimmt wird. Die Abgleichungen des Rosemount X-well Kalibrierverfahrens basieren auf der unkorrigierten Oberflächenmessung. Dieser Abgleich kalibriert oder ändert nicht den Algorithmus oder seine Koeffizienten. Messumformer kalibrieren oder abgleichen:
1. Wechseln Sie zu Wartung → Kalibrierung
2. Auswählen Sensor 1 Wenn Ihr X-well Sensor an den Sensorklemmen 1-4 oder Sensor 2 bei Verdrahtung mit Sensor Anschlussklemmen 5-8.
3. Wählen Sie unter Kalibrierung das gewünschte Kalibrierverfahren auswählen (Kalibrierung prüfen, unterer Sensorabgleich, Oberer Sensorabgleich, Sensorimpulse deaktivieren) aus
4. Während des Abgleichvorgangs muss der Sensor vollständig in den Temperaturkalibrator eingetaucht werden. Die Kalibrierung der Rosemount X-well Technologie folgt eng den Schritten einer Standardtemperaturkalibrierung. 5. Bei Extended Range X-well Sensoren (TR2) empfiehlt Emerson, den Sensor vollständig von der Sensorbaugruppe zu entfernen, um die größtmögliche Einstecktiefe des primären und sekundären Sensors zu ermöglichen, die sich beide im selben Sensormantel befinden. Hierfür den Federadapter vom Anschlusskopf lösen und entfernen.
6. Den Anweisungen folgen, um den Sensorabgleich fertig zu stellen.
6.5 X-well Technologie - Störungsanalyse und -beseitigung
Führen Sie die folgenden Schritte zur Fehlersuche aus, wenn der Ausgang Ihres Geräts nicht die erwartete Prozesstemperatur der Anwendung darstellt:
- Prüfen, ob der richtige Sensortyp ausgewählt ist (siehe Abschnitt 7.2.5 für weitere Einzelheiten)
- "Rosemount X-well" bei Verwendung eines Sensors mit Standardbereich (TR1).
- "Rosemount X-well Extended Range" bei Verwendung eines Sensors mit erweiterter Reichweite (TR2).
- Das Display des Messumformers enthält ein "X-well"-Symbol, sofern es für einen X-well-Sensor konfiguriert ist (siehe Abbildung rechts).
- Prüfen, ob der Sensor richtig verdrahtet ist (weitere Einzelheiten siehe Abschnitt 6.1).
- Sicherstellen, dass Sensor und Halterung ordnungsgemäß isoliert sind (weitere Einzelheiten siehe Abschnitt 6.2.2).
- Sicherstellen, dass die Rohroberfläche sauber/vorbereitet ist, dass der Sensor direkten Kontakt mit dem Rohrabschnitt hat, der mit dem Prozessmedium in Kontakt kommt, und dass keine externen Wärmequellen oder Kühlkörper vorhanden sind (weitere Einzelheiten siehe Abschnitt 7.2.2).
- Die rohe Oberflächentemperatur (Sensor 1) des Rohrmontage-Sensors kann variabel zugeordnet oder als Referenz angezeigt werden. Siehe Abschnitt 3.2.3 Variablenzuordnung für Anweisungen zur Zuordnung von Sensor 1 als Sekundärvariable. Um Sensor 1 anzuzeigen, Wechseln Sie zu Prozessvariablen → Variablen
7. Sicherheitsgerichtete Systeminstrumentierung (SIS)
Der Rosemount 3144 ist SIL2-zugelassen und SIL3-fähig. Informationen zu SIS finden Sie im Rosemount 3144S Sicherheitshandbuch.