Relativdruck und Absolutdruck​

Erkunden Sie die Unterschiede zwischen Relativdruck und Absolutdruck bei industriellen Druckmessungen.​

 

Gauge Pressure vs Absolute Pressure - Absolute Gauge Pressure

Absolut- und Relativdruck​ ​

Absolutdruck- und Relativdruckmessungen bieten jeweils ganz besondere Vorteile in Bezug auf industrielle Anwendungen. Rosemount™ Druckmessumformer können je nach Anwendungsanforderungen auf die Messung von Absolut- oder Relativdruck zugeschnitten werden. Sie bieten Flexibilität bei der Druckmessung, indem entweder ein piezoresistiver Inline-Sensor oder ein kapazitiver Coplanar™ Sensor verwendet wird, sodass die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Prozessanforderungen sichergestellt ist.​

Alles über Relativdruck und Absolutdruck ​

Gauge Pressure vs Absolute Pressure - Gauge Pressure

Relativdruck​

Der Relativdruck ist der Druck, der in Relation zum Umgebungsluftdruck gemessen wird. Es ist die Differenz zwischen absolutem und atmosphärischem Druck. Durch die Messung des Relativdrucks kann sichergestellt werden, dass eine Prozessflüssigkeit auf einem Druck gehalten wird, der den Auslegungsgrenzen von Prozessausrüstung wie Rohren, Tanks, Reaktoren und Flanschen entspricht. Messgeräte für Relativdruck sind leicht zu warten, weil sie durch einfaches Entlüften des Sensors in den atmosphärischen Druck auf null gesetzt werden können. ​

Häufig gestellte Fragen​

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie weitere Fragen zu Relativ- und Absolutdruck haben.

Der Relativdruck, auch als Manometerdruck bezeichnet, stellt die Differenz zwischen dem absoluten und dem atmosphärischen Druck dar. Der Relativdruck kann Nullwerte sowie positive und negative Werte aufweisen. Der atmosphärische Druck ist ein Relativdruck von Null.  Druck über dem atmosphärischen Druck ist positiver Relativdruck. Druck unter dem atmosphärischen Druck, ein Vakuum, ist negativer Relativdruck.

Der Absolutdruck ist der relativ zu einem perfekten Vakuum gemessene Gesamtdruck. Der Absolutdruck ist immer ein positiver Wert. Ein perfektes Vakuum bedeutet, dass der Absolutdruck null ist.​

Bei industriellen Anwendungen wird der Relativdruck aus zwei Gründen bevorzugt. Erstens kann durch die Messung des Relativdrucks sichergestellt werden, dass eine Prozessflüssigkeit auf einem Druck gehalten wird, der den Auslegungsgrenzen von Prozessausrüstung wie Rohren, Tanks, Reaktoren und Flanschen entspricht. Zweitens sind Relativdruckmessgeräte leicht zu warten, weil sie durch einfaches Entlüften des Sensors in den atmosphärischen Druck auf null gesetzt werden können.​

Bei Industrieanwendungen wird die Absolutdruckmessung bevorzugt, wenn der Druck verwendet wird, um Flüssigkeitseigenschaften wie Dichte und Enthalpie zu bestimmen, die Vakuumbedingungen genau zu messen, Leckagen in einem System zu identifizieren oder Abweichungen in der Druckmessung zu eliminieren, die durch Änderungen des atmosphärischen Drucks entstehen.​

Relativdruck vereinfacht Messungen und sorgt für einen sicheren Gerätebetrieb.

Absolutdruck eliminiert die Auswirkungen von Schwankungen des atmosphärischen Drucks, ist bei Vakuumanwendungen sehr genau und wird bei der Bestimmung präziser Flüssigkeitseigenschaften wie Dichte und Enthalpie bevorzugt.​

Der Relativdruck wird mit einem Sensor gemessen, der anhand des atmosphärischen Drucks kalibriert wurde.  Der Relativdruck wird als Differenz zwischen absolutem und atmosphärischem Druck berechnet. Die Formel für Relativdruck lautet: Prelativ = Pabsolut – Patmosphärisch

Der Absolutdruck wird mit einem Sensor gemessen, der mit Bezug auf ein perfektes Vakuum kalibriert wurde.  Der Absolutdruck wird berechnet als Summe aus gemessenem Relativdruck und atmosphärischem Druck. Die Formel zur Berechnung des Absolutdrucks lautet: Pabsolut = Prelativ+ Patmosphärisch