Auswahl an Ventilen, Reglern und Stellantrieben für Wasserstoffanwendungen

Fortschrittliche Wasserstoffventillösungen für sichereren, zuverlässigeren, intelligenteren und skalierbaren Betrieb.

Umfassende Lösungen für die Wasserstoff-Wertschöpfungskette

Mit einem breiten Portfolio von Regel-, Absperr- und Abblasventilen, Reglern und Stellantrieben bietet Emerson fortschrittliche Lösungen für Wasserstoffanwendungen in der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette: Produktion, Transport, Einspritzung, Betankung und Abgabe.

 

Unsere Expertise optimiert Ihre Betriebsabläufe und unterstützt Sie dabei, Emissions-, Sicherheits- und Produktivitätsziele zu erreichen.

Expertise und Lösungen für die Wertschöpfungskette

Grüner Wasserstoff

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Wasserstoff-Elektrolyseur In der Produktion werden Wasser und Strom verwendet, um Wasserstoff mittels Elektrolyse zu erzeugen. Dabei wird in einem Elektrolyseur Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerteilt. Elektrolyseure reichen von kleinen Geräten bis hin zu großflächigen Anlagen. Groß angelegte Elektrolyse erfordert skalierbare Konstruktionen für effiziente, sichere und kosteneffiziente Betriebsabläufe. Die Ventillösungen von Emerson spielen eine entscheidende Rolle in Elektrolyseuren und bei groß angelegter Elektrolyse, da sie zuverlässige und fortschrittliche Technologien bieten, die einen sicheren, effizienten und profitablen Betrieb gewährleisten.

Blauer Wasserstoff

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Dampf/Methan-Reformer (SMR), die gebräuchlichste Methode zur Wasserstoffproduktion, verwenden Methan, ein Erdgas, und einen Nickelkatalysator für die Reaktion mit Dampf bei hohen Temperaturen.

 

Druckwechseladsorption (PSA) produziert zyklisch reinen Wasserstoff aus dem Abgas des Dampf/Methan-Reformers (SMR) durch Adsorption von Verunreinigungen im Gasstrom.

 

Vakuumwechseladsorption (VSA) reinigt den Wasserstoff aus dem Dampf/Methan-Reformer (SMR). Durch die Entfernung von Verunreinigungen erzielt die VSA hochreinen Wasserstoff.

 

Amingasbehandlung entfernt Kohlendioxid und Wasserstoffsulfid aus SMR-produzierten Gasen und erzeugt hochreinen Wasserstoff ohne die unerwünschten säurehaltigen Gase.

 

Autothermale Reformierung (ATR) kombiniert Dampfreformierung und partielle Oxidation zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen in Wasserstoff. Dies bietet eine bessere Wärmeeffizienz und niedrigere externe Heizanforderungen als bei herkömmlicher Dampfreformierung.

 

Die Ventillösungen von Emerson wurden entwickelt, um Betreiber in diesen Phasen des Wasserstoffproduktionsprozesses zu unterstützen. Sie gewährleisten Zuverlässigkeit, Sicherheit und optimale Leistung in diesen wesentlichen Betriebsabläufen, unter anderem durch Verbrennungsstabilisierung, Reduzierung der Temperaturschwankungen und Management von Emissionen und Energiekosten.

Pipeline-Betrieb

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Wasserstoff-Rohrleitungen versorgen industrielle Nutzer und Tankstellen effizient mit Wasserstoff unter Nutzung bestehender oder speziell konzipierter Infrastruktur. Herausforderungen sind dabei unter anderem die Metallversprödung, die Notwendigkeit fortschrittlicher Materialien und Beschichtungen sowie strenge Leckageerkennungs- und Sicherheitsnormen. Trotz dieser Probleme ist der Transport über Rohre vielversprechend für die Integration von Wasserstoff in das Energienetz. Die für anspruchsvolle Wasserstoffanwendungen entwickelten Ventillösungen von Emerson verbessern die Transporteffizienz und unterstützen die Dekarbonisierung. Unsere Regelventile gewährleisten die Anlageneffizienz von der Produktion bis zur Endnutzung, da sie verschiedene Druck- und Temperaturbedingungen bewältigen.

 

Wasserstoffkompression und -verflüssigung

Die Wasserstoffkompression erhöht den Gasdruck für Lagerung und Transport, in der Regel durch Verwendung von Hochdruckzylindern oder -rohren auf Lastwagen. Verflüssigung kühlt den Wasserstoff auf -254 °C für den Transport in spezialisierten Lkw oder Transportschiffen. Die Ventillösungen von Emerson verbessern die Kompression und Verflüssigung mit zuverlässigen, präzisen und umfassend getesteten Produkten. So können anspruchsvolle Anforderungen für optimale Leistung und Effizienz der Wasserstoffanwendung erfüllt werden.

Hochdruck-Wasserstoffspeicher

Bei der Hochdruckspeicherung von Wasserstoff werden speziell entwickelte Tanks oder Behälter verwendet. So wird die für Brennstoffzellenfahrzeuge und industrielle Prozesse unerlässliche kompakte Lagerung gewährleistet. Die Ventillösungen von Emerson erhöhen die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz, minimieren Leckagen, sorgen für eine präzise Regelung und erfüllen Notabschaltungsanforderungen. Die Lösungen von Emerson verbessern außerdem die CO2-Abscheidungsraten, reduzieren den Energieverbrauch und verbessern die Zuverlässigkeit der Ausrüstung.

Wasserstoff-Mischstationen

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Emerson entwickelt Einspritz- und Mischstationen und passt diese an, um die Kundenspezifikationen und Industriestandards zu erfüllen sowie eine präzise Regelung und effiziente Wasserstoffintegration in Erdgas-Rohrleitungen zu gewährleisten. Die fortschrittlichen Automatisierungstechnologien von Emerson priorisieren die Sicherheit: Sie erkennen Leckagen, mindern Risiken und halten dabei hohe Sicherheitsstandards aufrecht. Diese Technologien unterstützen den Fernbetrieb mit Echtzeitüberwachung, Produktverfolgung und Flüssigkeitszusammensetzung, was die Sicherheit erhöht, die Kapazität optimiert und die Effizienz und Zuverlässigkeit von Wasserstoffmischungsprozessen verbessert.

Betankung und Abgabe

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Die Wasserstoffbetankung und -abgabe liefert schnell und sicher Gas an Fahrzeuge mit Brennstoffzellen oder Drucktanks und eignet sich für Busse, Lkw und Autos. Die Hochdruck-Sicherheitsventillösungen von Emerson bieten außergewöhnliche, leckagefreie Leistung sowohl für Wasserstoffgas-Hochdruckanwendungen als auch für Anwendungen mit flüssigem Wasserstoff und gewährleisten so einen sicheren und zuverlässigen Betrieb. Darüber hinaus können sie Betriebsabläufe optimieren, Wartungskosten reduzieren und eine präzise Regelung von komprimiertem Wasserstoffgas gewährleisten, weshalb sie eine ideale Wahl für Wasserstofftankstellen darstellen.

Brennstoffzellen

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Emerson liefert Ventillösungen für den Einsatz in Brennstoffzellenanwendungen zur Verbesserung von Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz für eine nachhaltige Zukunft. Druckregler, Durchflussregelventile und Sicherheitsanschlussdosen von Emerson können den Wasserstoffverbrauch maximieren, eine stabile Druckregelung gewährleisten und den Platzbedarf des Brennstoffzellensystems insgesamt reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Wasserstoff ist in den meisten Anwendungen ein überkritisches Medium, wirft aber zahlreiche Sicherheits- und Umweltbedenken auf. Wasserstoff ist farblos und geruchslos, aber brennbar. Er gilt als indirektes Treibhausgas und wird nach Methan als zweithäufigstes reaktives Spurengas in der Atmosphäre eingestuft, trägt also indirekt zur Erderwärmung bei. Auch während der Produktion ist Wasserstoff problematisch: Er dehnt sich bei den meisten Arbeitstemperaturen aufgrund seiner Erwärmung in den Ventilen aus und kann unter bestimmten Bedingungen in das Metall diffundieren. Die Auswahl bewährter Ventiltechnologien in Kombination mit technischem Fachwissen ist sehr wichtig, um die Kunden dabei zu unterstützen, Sicherheit, Zuverlässigkeit und optimierte Ventilleistung zu erreichen.

Wasserstoffversprödung (auch als wasserstoffunterstützte/wasserstoffinduzierte Rissbildung bekannt) tritt auf, wenn Wasserstoffatome in ein Metall absorbiert werden, wodurch es spröde wird und bricht. Mit zunehmender Konzentration des Wasserstoffs, der in einer Rohrleitung transportiert wird, erhöht sich auch das Risiko von Wasserstoffversprödung. Zur Bewältigung dieser Gefahr müssen diese Faktoren bei der Entwicklung und Herstellung von Ventilen und Stellantrieben für den Wasserstoffeinsatz berücksichtigt werden. So wird bei elektrischen Ventilantrieben kein Leitungsgas zur Energieversorgung verwendet und somit der Kontakt mit dem im System mitgeführten Wasserstoff eingeschränkt.

Es gibt 3 Kernanwendungen, die für alle Arten von Elektrolyseuren gelten: Durchflussregelventil für ultrareines Wasser, Durchflussregelventil für Wasserstoff und Durchflussregelventil für Sauerstoff. Jede Anwendung bringt verschiedene Herausforderungen für das Regelventil mit sich, z. B. potenzielle Leckagen, Ausgasung, Sicherheit, Integrität und Regelbarkeit. Kontaktieren Sie unsere Fachkräfte, um mehr mehr über die Herausforderungen und Lösungen bei der Wasserstoffproduktion zu erfahren.

Derzeit liegt der Wasserstoffanteil in der NG/H2-Mischung zwischen 5 % und 10 %, in seltenen Fällen kann er 20 % erreichen.

Die Hauptkomponenten der Wasserstoffmischstation sind: Druck- und Durchflussregler zur Anpassung der NG- und H2-Menge und ihres Drucks, Durchflussmessgeräte zur Messung der Menge von NG und eingespritztem Wasserstoff, ein Gaschromatograph (GC) zur Bewertung der Zusammensetzung der Mischung und ein Steuerungssystem mit programmierbarer Logik. Bei der Einspritzung von Wasserstoff in das Verteilnetz kann auch das Einspritzungssystem für Odoriermittel einbezogen werden.

Bei den meisten CO2-Anwendungen besteht die Gefahr, dass sich durch die Abkühlung des Gases aufgrund des Joule-Thomson-Effekts festes CO2 (Trockeneis) am Auslass des Ventils bildet. Wenn das Trockeneis nicht entfernt wird, sammelt es sich im Auslassrohr an und schränkt den Durchflusspfad massiv ein. Da ein modulierendes Sicherheitsventil nur durchfließen lässt, was vom geschützten System benötigt wird, besteht ein hohes Risiko, dass der Durchfluss durch das modulierende Sicherheitsventil während eines Überdruckereignisses zu klein ist, um Trockeneis effektiv aus der Rohrleitung zu entfernen. Umgekehrt öffnet sich ein Ventil mit Vollhub (oder „Pop-Action“) bei jedem Überdruckereignis immer vollständig und gibt die gesamte Kapazitätsmenge frei: Dieser große Durchfluss schwemmt problemlos das Trockeneis heraus und vermeidet gefährliche Ansammlungen in den Abluftleitungen. Wenn Bedingungen bestehen, unter denen sich kein Trockeneis bilden kann (zum Beispiel in einigen Fällen bei überkritischen CO2-Anwendungen), wird die Verwendung eines modulierenden Sicherheitsventils bevorzugt.

Aufgrund der Konstruktionsstandardisierung, des Sicherheitsspielraums und der vielfältigen potenziellen Überdruckszenarien sind Sicherheitsventile immer überdimensioniert: Sie lassen oft viel mehr Medium ab, als die geschützte Anlage benötigt, um sichere Druckgrenzwerte aufrechtzuerhalten. Bei Wasserstoffkompressoren stellt diese übermäßige Abgabe eine große Gas- und Energieverschwendung dar und kann zudem zu unerwünschten Wechselwirkungen zwischen den Steuerungssystemen des Kompressors führen. Ein echt-modulierendes, vorgesteuertes Sicherheitsventil kann je nach Anforderungen des Systems Medium vollständig proportional von 0 bis zum maximalem Durchfluss ablassen. Ein echt-modulierendes, vorgesteuertes Sicherheitsventil hält daher die Menge des abgelassenen Mediums auf einem minimalen Wert, der zum Schutz der Ausrüstung erforderlich ist, und begrenzt dadurch die Störeinflüsse auf das Kompressorsystem.

Die Nähe des Wasserstoffs für die Endnutzung erfordert Sicherheit und effizienten Transport. Forschung und Entwicklung sind bestrebt, eine wirtschaftlich optimale und skalierbare Lösung zu finden. Derzeit gibt es hauptsächlich 4 Lösungen für den Transport von Wasserstoff: 1) Rohrleitungen/Pipelines, 2) komprimierter Wasserstoff, 3) verflüssigter Wasserstoff, 4) Umwandlung des Wasserstoffs zu anderen Chemikalien wie Ammoniak, Methanol oder flüssiger Wasserstoffträger (Liquid Organic Hydrogen Carrier, LOHC).

Wasserstoffgas wird bei hohen Drücken komprimiert, z. B. 300 bar, 500 bar, 700 bar und 1 000 bar, je nach erforderlicher Kapazität. Der Hochdruck-Wasserstoff wird in speziell konstruierten Röhren gelagert und per Lkw transportiert. Oft wird ein Membrankompressor verwendet, um den gasförmigen Wasserstoffdruck auf das gewünschte Niveau zu erhöhen. Zur Regelung des Auslassdrucks in den Wasserstoff-Kompressionslagergestellen ist ein Druckregelventil erforderlich.

Wasserstoffgas verflüssigt sich bei -254 °C und sein Volumen in dieser Form beträgt 1/800 des gasförmigen Zustands. Aus diesem Grund ist verflüssigter Wasserstoff für den Transport großer Mengen in einem vakuumisolierten kryogenen Tank geeignet. Der Verflüssigungsprozess erfordert kryogene Regelung, eine Kühlbox und Ventile für allgemeine Anwendungen.

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Ventil-, Regler- und Stellantrieblösungen für blauen Wasserstoff

Effiziente Geräte und regelmäßige Wartung durch einen OEM-Dienstleister gewährleisten eine längere Verfügbarkeit und minimieren betriebliche Herausforderungen. Gewährleisten Sie Zuverlässigkeit und Sicherheit in Ihren Produktionsprozessen für blauen Wasserstoff. Wählen Sie Ventillösungen mit folgenden Vorteilen:

  • Lieferung einer 99,9 %igen Reinheit von blauem Wasserstoff
  • Verringerung flüchtiger Emissionen
  • Steigerung der Produktivität
  • Reduzierung des Energieverbrauchs und der Energiekosten

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