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Alles andere als eine bittere Pille: Automatisierung verändert die pharmazeutische Industrie

AUTOMATISIERUNG TREIBT DIE INNOVATION VORAN

Dank der neuen, auf Automatisierung beruhenden Fertigungsansätze lassen sich wichtige Medikamente heute schnell, zuverlässig, sicher und wirtschaftlich entwickeln, und zugleich werden die Investitionen in Produktionsmittel minimiert.

Jede Krankheit ist anders – und dementsprechend unterschiedlich sind auch die Medikamente, mit denen sie behandelt werden. Schlagen Sie ein beliebiges Magazin auf oder schauen Sie sich 30 Minuten aktueller Fernsehwerbung an und überzeugen Sie sich selbst: Es gibt jede Menge verschreibungspflichtiger Medikamente der neuen Generation mit komplizierten Namen und unglaublichen Erfahrungsberichten von Patienten. Auf dem Gebiet der medikamentösen Behandlung sorgt Innovation für einen rasanten Wandel.

Viele Sparten der Prozessindustrie verlassen sich auf die Automatisierungstechnologie von Emerson – und in der Pharmabranche hilft sie den Herstellern dabei, lebensverändernde Pharmazeutika schneller und sicherer als je zuvor auf den Markt zu bringen. Führen Sie sich einfach mal vor Augen: Mehr als die Hälfte der Amerikaner nehmen täglich auf Rezept Medikamente ein. Daran wird deutlich, wie wichtig es ist, dass benötigte Medikamente schneller auf den Markt gebracht werden können.

Neue Medikamente

Die Fortschritte in den Biowissenschaften haben die Entwicklung neuer Medikamente ermöglicht, mit denen sich ein breites Spektrum schwerer Krankheiten auf unerwartete Weise behandeln lässt. Egal ob Krebs, Diabetes, Hepatitis, Autoimmunerkrankungen wie Arthritis oder weitere schwere Erkrankungen: Bei allen setzt sich die Behandlung der Patienten mit „Biologics“ durch, einer relativ neuen Kategorie der Immuntherapie. Diese neuen Therapien sind lebensverändernd, denn sie lindern Beschwerden und wirken gegen Krankheiten, welche die Lebensqualität und Gesundheit der Patienten stark beeinträchtigen.

Die Bedeutung dieser Medikamente liegt auf der Hand – und sie basieren auf einem hochkomplexen Herstellungsprozess. Die Anforderungen an die neuen, biologischen Medikamente sind anders und komplexer als bei herkömmlichen Medikamenten, und daher kann die Entwicklung des Herstellungsprozesses eine Herausforderung darstellen.

Der Prozess im Wandel

Emerson transformiert den Fertigungsentwicklungsprozess vom Forschungslabor bis hin zur Produktionsstätte. Bisher waren es die Forscher im Labor gewesen, die mit ihrer Laborausstattung Durchbrüche in der Arzneimittelforschung erzielten, die dann für die Produktion interpretiert, übersetzt und skaliert wurden. Dieser mehrstufige Prozess ist jedoch langsam und ineffizient, und das Erschwert den Weg der Produkte in die Massenproduktion.

Dank der fortschrittlichen Herstellung und unserer skalierbaren DeltaV-Systeme entwickeln die Forscher im Labor nun Medikamente mit der gleichen Ausrüstung und Automatisierungstechnologie, die später zur kommerziellen Herstellung der Medikamente verwendet werden. Dadurch liefern sie entscheidende Einblicke, wie die Herstellung der Medikamente effizient gestaltet werden kann. Durch die Implementierung unserer Automatisierungs- und Steuerungstechnologie im Labor und in der Fertigung leisten wir unseren Beitrag zu hochpräzisen und flexiblen Fertigungskapazitäten bei geringeren Investitionskosten. Das vereinfacht zudem die Einreichung der Zulassungsanträge und Zulassungen durch die globalen Aufsichtsbehörden.

Auch Einwegsysteme sind ein neuer Trend in der Pharmaherstellung. Anhand dieser Systeme können die Unternehmen die Produktion einfacher auf ein anderes Medikament umzustellen und eine Produktionslinie innerhalb weniger Stunden erneut in Betrieb nehmen, was bei traditionelleren Herstellungsmethoden Tage dauern kann.

Die Vorteile der gesteigerten Effizienz im Unternehmen können also gar nicht hoch genug bewertet werden, doch auf globaler Ebene ist ist der Einfluss der transformierten pharmazeutischen Herstellungsprozesse sogar noch größer. Die Automatisierung ermöglicht flexible Fertigungszellen, in denen auch kleine Mengen an Medikamenten produziert werden können, etwa um auf eine lokalisierte Krise zu reagieren (wie z. B. eine Ebola- oder andere Epidemie). Diese skalierbare Technologie kann auch das Problem der sogenannten Orphan-Medikamente abstellen: als „Waise“ bezeichnet man in der Branche solche Medikamente, die einen winzigen Teil der Bevölkerung behandeln und deren Produktion in großem Maßstab nicht rentabel ist.

Dank der neuen, auf Automatisierung beruhenden Fertigungsansätze lassen sich wichtige Medikamente heute schnell, zuverlässig, sicher und wirtschaftlich entwickeln, und zugleich werden die Investitionen in Produktionsmittel minimiert.

Die Pharmaindustrie verändert sich – und bei Emerson sehen wir uns selbst als treibende Kraft dieses Wandels, der mit lebensrettender Innovation einhergeht.