Energie für Fortschritte beim Wasserstoff dank intelligenter Automatisierung

Produktion von blauem Wasserstoff

Die umfassende, globale Fachkompetenz von Emerson in Technologien und Dienstleistungen kann in praktisch jeder Branche dazu beitragen, die schwierigen Herausforderung im Zusammenhang mit der Nutzung von Wasserstoff in großem Maßstab zu bewältigen und gleichzeitig Risiken zu reduzieren.

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Lösungen entdecken

Effiziente und zuverlässige Wasserstoffproduktion mit geringen CO2-Emissionen dank fortschrittlicher Automatisierungslösungen für Dampfreformierung (Steam Methane Reforming, SMR)

Optimieren der Leistung von Dampfreformern (SMR) und Weiterentwicklen Ihrer Strategien für eine Wasserstoffproduktion mit geringen CO2-Emissionen durch skalierbare Automatisierungstechnologien

Die bewährten Automatisierungs-, Regelungs- und Sicherheitslösungen von Emerson ermöglichen Dampfreformern (SMR) einen effizienteren, zuverlässigeren und sichereren Betrieb – und unterstützen dabei Strategien zur Emissionsminderung, die für die Produktion von Wasserstoff mit geringen CO2-Emissionen entscheidend sind.

Innovative Technologien

Wasserstofflösungen in Aktion

Die Lösungen von Emerson nutzen Automatisierungstechnologie, Software und Dienstleistungen, um Branchen dabei zu unterstützen, eine höhere Effizienz, erhöhte Sicherheit und nachhaltige Betriebsabläufe bei Wasserstoffproduktion, -transport und -nutzung zu erreichen.

Wasserstoffproduktion mit fortschrittlichen Technologien für die Erdgasreformierung

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Bei der Erdgasreformierung kommt ein fortschrittlicher, ausgereifter Prozess zum Einsatz, der auf der bestehenden Verfügbarkeit und Infrastruktur von Erdgas aufbaut. In den Vereinigten Staaten wird für 95 % des produzierten Wasserstoffs die Erdgasreformierung genutzt, um den für die Deckung des Bedarfs benötigten Wasserstoff herstellen zu können. Emerson unterstützt Betreiber dabei mit fortschrittlichen Technologien für Dampfreformer, Aminwäsche und Druckwechseladsorption.

Lösungen zur Amingasbehandlung für Spitzeneffizienz

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Betreiber, die Aminwäsche zur Kohlenstoffabscheidung verwenden, sind gezwungen, einen Kompromiss zwischen der Abscheidungseffizienz und den zur Regenerierung des Lösungsmittels erforderlichen Energiekosten einzugehen. Emerson unterstützt diese Betreiber dabei mit fortschrittlichen Technologien, um höchste Effizienz zu erreichen.

Technologien zur Erreichung der Wasserstoffreinheit

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Der zyklische Prozess der Druckwechseladsorption (Pressure Swing Adsorption, PSA) erfordert eine hohe Wasserstoffreinheit, um Kohlendioxid aus kontinuierlichen Gasströmen zu entfernen. Stell- und Drehstellventile gehören zusammen mit Gasanalysatoren zu den Technologien von Emerson, die die Zuverlässigkeit von Anlagen in kritischen Betriebsabläufen mit hohen Zyklusraten sicherstellen.

Minimierung von Sicherheitsrisiken und Vermeidung von Verlusten bei VSA-Anwendungen

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Vakuumwechseladsorption (Vacuum Swing Adsorption, VSA), eine Adsorptionstechnik zur CO2-Erfassung nach der Verbrennung bei atmosphärischem Druck, kann Bindungsraten von über 90 % erzielen. Hohe Stellfrequenz und strenge Leckageanforderungen machen die Armaturenauswahl entscheidend, um Sicherheitsrisiken zu minimieren und Leckagen zu vermeiden.

Sonstige Fragen? Unsere Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Mit zunehmendem Interesse an einer Wasserstoffproduktion mit geringen CO2-Emissionen nehmen auch die Fragen nach den Technologien, Herausforderungen und Chancen zu. Ganz gleich, ob Sie in den Bereich blauen Wasserstoff erst einsteigen oder bestehende Betriebsabläufe skalieren, unsere Erkenntnisse unterstützen eine fundierte Entscheidungsfindung und langfristigen Erfolg.

Der Begriff „blauer Wasserstoff“ bezieht sich auf Wasserstoff, der unter Verwendung von SMR (Dampfreformierung) oder anderen Methoden aus Erdgas oder Kohle hergestellt und vom CO2 getrennt wird. Dabei wird das CO2 durch Abscheidung, Nutzung und Speicherung (CCUS) gebunden, um den Ausstoß von Treibhausgasen in die Umwelt zu reduzieren. Die blaue Farbe kennzeichnet den weitaus saubereren Energiestrom, der aus diesem Verfahren resultiert. Dies ist derzeit kostengünstiger und wirtschaftlicher als vollständig erneuerbarer grüner Wasserstoff.

Blauer Wasserstoff ist nicht nur um mehrere Größenordnungen weniger kohlenstoffintensiv als grauer Wasserstoff, der aus fossilen Brennstoffen und ohne CCUS hergestellt wird, sondern die verwendeten Prozesse sind im Vergleich zu den verfügbaren Prozessen zur Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff aus Elektrolyse einfacher skalierbar und gut erprobt. Diese Faktoren und die Fülle an Kohlenwasserstoff-Ausgangsstoffen könnten blauem Wasserstoff einen Kostenvorteil auf dem Markt verschaffen, da Verbraucher und Unternehmen, insbesondere im Transportwesen und in der Schwerindustrie, Unsicherheiten bei den kurzfristigen Energiepreisen gegen langfristige Nachhaltigkeitsziele abwägen.

Herkömmliche Methoden zur Wasserstofferzeugung mittels fossiler Brennstoffe und CCUS erfordern Energie, Kapital und Arbeitskräfte für den Betrieb. Dabei wird es wahrscheinlich immer industrielle Prozesse geben, die eine gewisse positive Nettomenge an CO2 emittieren. Die wichtigsten Anliegen der Wasserstoffproduzenten und -anwender von blauem Wasserstoff sind heute Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit. Die Gewährleistung der Reinheit, die präzise Steuerung von Prozesseinheiten, das Erzielen der höchstmöglichen CO2-Abscheidungsraten, die Optimierung der Lagerkapazität und das Management der Energie- und Wartungskosten sind notwendig, um eine stetige Wasserstoffversorgung zu gewährleisten und schnell steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Dampfreformierung, die gebräuchlichste Methode zur Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas, ist integraler Bestandteil der kommerziellen Produktion von blauem Wasserstoff im industriellen Maßstab. Bei dieser Methode ein chemischer Katalysator mit Dampf unter enormer Temperatur und enormem Druck beaufschlagt, der Wasserstoff vom Ausgangsmaterial trennt und Kohlenstoff an Sauerstoffatome aus Wasser bindet, wobei CO2 als Nebenprodukt gebildet wird. Der Durchsatz und die Effizienz des Prozesses hängen von der Aufrechterhaltung eines optimalen Verhältnisses des dem Reformer zugeführten Dampfes und Kohlenstoffs ab, um den Katalysator vor Verkokung zu schützen und den Energieverbrauch zu optimieren.

CCUS bezieht sich auf verschiedene Technologien zur Reduzierung von Treibhausgasen, die in der Energiewertschöpfungskette zum Einsatz kommen. Im Fall von blauem Wasserstoff sind drei der am häufigsten verwendeten und am besten verstandenen Methoden der Kohlenstoffabscheidung die Vakuumwechseladsorption (VSA), die Druckwechseladsorption (PSA) und die Amin-basierte Adsorption. Während VSA und PSA Erfassungsraten über 90 % erreichen, stehen beide Methoden vor ähnlichen Herausforderungen: Sicherheit, Reinheit und Zuverlässigkeit trotz hoher Zyklusraten gewährleisten und Leckagen verhindern, die eine geringere Erfassungseffizienz verursachen. Bei der Adsorption auf Aminbasis muss ein Kompromiss zwischen dem Energieaufwand für die Regenerierung des chemischen Lösungsmittels, das für die CO2-Abscheidung benötigt wird, und dem Wirkungsgrad des Prozesses selbst geschlossen werden.

Ein wesentliches Verkaufsargument für dekarbonisierten (blauen) Wasserstoff ist, dass die Arten von Automatisierungstechnologien, die zur Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung erforderlich sind, bereits vorhanden und relativ kostengünstig sind. Automatisierung kann die Effizienz und Rentabilität von SMR-Einheiten verbessern, indem das Dampf/Kohlenstoff-Verhältnis mithilfe fortschrittlicher Prozesssteuerungssysteme, Online-Überwachung der Anlagen und Messsystemen für den Massedurchfluss mit höherer Präzision geregelt wird. Durch die kontinuierliche Analyse der chemischen Zusammensetzung kann die Lebensdauer des Katalysators verlängert werden. Dies ist ebenfalls für die Verbesserung der Leistungsmerkmale oben genannter CCUS-Methoden unerlässlich. Bei der Bewertung energiebezogener Leistungskennzahlen erleichtern Energiemanagement-Informationssysteme (EMIS) den Betreibern von wasserstoffbetriebenen Anlagen das Erreichen der optimalen Dampf- und Stromverbrauchsziele ihrer Betriebsabläufe.